Geographische Zonen
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Geographische Zonen

Das Qinghai-Tibet-Hochplateau läßt sich nach seiner topographischen Struktur in sieben geographische Zonen gliedern. Zwischen diesen Zonen bestehen große Temperatur- und Niederschlagsunterschiede. Ihre Pflanzendecken, ihre Bodenstruktur und ihre Vegetationsgürtel unterscheiden sich stark voneinander.
 
1. Die Berglandschaft im südlichen Himalaya
 
Diese geographische Zone am südlichen Rand des Qinghai-Tibet-Hochplateaus besteht aus Berggegenden und Schluchten südlich des östlichen Himalaya und des Kangrigarbo-Gebirges. Hier liegt die westlichste Ausdehnung der ostchinesischen Suptropen, in denen immergrüne Laubbäume wachsen. Diese Zone umfasst Zayü, Metog, Lhoyü, Cona und Moinyü (einschließlich der südlichen Region).
 
Am jäh abfallenden Nangaparbat, dem östlichsten Teil des östlichen Himalaya, liegt ein einziger kleiner Gletscher. Das Schneefeld oberhalb der Schneegrenze hat hier nur einen kleinen Umfang. Am Dongbori-Berg des Kangrigarbo-Gebirges befinden sich hingegen mehrere Gletscher. Der Azhakhanglha-Gletscher am südlichen Hang dieses Berges ist ein großer ozeanischer Gletscher.
 
Überall im östlichen Himalaya sind Moränen zu finden. Verschiedene Flüsse entspringen im großen Eiszeitgletschertal. Die Berggegenden des östlichen Himalaya und die Hochfelder im Gebirgsgebiet Zayü liegen zum größten Teil unterhalb der Höhenlagen von 3000 bis 4500 Metern. Der östliche Himalaya ist insgesamt nicht so hoch wie der mittlere- und westliche Himalaya und von starken Erosionen gekennzeichnet. Die Täler hier sind von Flüssen tief durchschnitten und werden häufig von Bergstürzen, Erdrutschen und Schlammströmen heimgesucht. Über die ausgedehnten Talniederungen sind Schwemmebenen, fächerförmige Böschungen und Terrassen verteilt.
 
Der südliche Hang des Qinghai-Tibet-Hochplateaus steht unter dem Einfluss der feuchten Luftströmung, die sich vom Indischen Ozean hierher bewegt. Diese Region ist deshalb reich an Niederschlägen. Vom Juni bis zum September ist hier die Regenperiode. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt mehr als 1000 mm. Am südlichen Hang des östlichen Himalaya und in dessen vorderen Berggegenden werden Niederschlagsmengen von 2000 bis 4000 mm registriert. Hier ist die feuchteste Region Tibets. In den Tälern unterhalb 2500 Metern herrscht ein warmes Klima. Die durchschnittliche Temperatur des wärmsten Monats schwankt zwischen 18 und 25℃, die des kältesten zwischen 2 und 16℃. Die Vegetationen der verschiedenen Höhenlagen unterscheiden sich deutlich voneinander. Der Vegetationsgürtel oberhalb der Höhenlage zwischen 3800 und 4000 Metern ist die obere Waldgrenze. Hier findet man Sträucher und Hochgebirgswiesen. Unterhalb dieses Vegetationsgürtels befinden sich Waelder verschiedener Typen. Hier wachsen hauptsächlich Tannen und Fichten. Unterhalb dieses Waldgürtels ist ein Mischwaldgürtel. Hier sind Chinesische Hemlocktannen, Hochgebirgseichen und Kiefern beheimatet. Und darauf folgt Kastanien und die Eichenart Cyclobalanopsis glauca. Diese Region ist sehr reich an Niederschlägen, die Wälder sind oft in Nebel gehüllt, und man spricht auch vom ,, Nebelwald“. Im Tal des Flusses Zayü herrschen Yunnan-Kiefern vor. Unterhalb von 1000 Metern liegen tropische Regenwälder indischer und malaiischer Art. Hier wachsen auch Kletter- und Schmarotzerpflanzen. Die Erde dieser Wälder besteht von oben nach unten aus Bleicherde, Braunerde, Gelberde und Lateritboden.
 
Die reichen biologischen Ressourcen am südlichen Hang des Himalaya sind dem warmen und feuchten Klima zu verdanken. Doch die schlechten Verkehrsverhältnisse und die geringe Bevölkerungsdichte dieser Region hemmen deren wirtschaftliche Entwicklung. 40% der Bodenfläche sind mit Wäldern bedeckt. Man findet hier auch seltene Baumarten. Es wird notwendig sein, hier ein Naturschutzgebiet einzurichten, um diese Wälder zu schützen.
 
Es ist im südlichen Himalaya gelungen, Teesträucher anzupflanzen. Die Teeplantagen erstrecken sich bis zu einer Höhe von 2500 Metern. Ferner hat man hier Obstarten der gemäßigten und subtropischen Zone, z. B. Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Orangen und Bananen, sowie Nutzholzarten eingeführt. An den sanften Berghängen wurden Terrassenfelder angelegt. Wasserreis ist die wichtigste Getreideart dieser Rigion. Darüber hinaus werden auch Mais, Weizen und Zuckerrohr angebaut. Es gibt hier zwei bis drei Ernten im Jahr. Der Ackerbau ist allerdings noch sehr rückständig. Auf den Hochgebirgswiesen weiden Yarks, und darunter sind Weideplätze für Rinder.
 
2. Die Hochgebirge und Täler in Osttibet
 
Im Süd- und Ostteil des Qinghai-Tibet-Hochplateaus liegt eine geographische Zone mit Hochgebirgen und Flusstälern. Sie grenzt im Westen an den Mittel- und Unterlauf des Yarlungzangbo und im Osten an das östliche Qilian-Gebirge.
 
Mit Ausnahme des östlichen Nyainqentanglha-Gebirges mit einer durchschnittlichen Höhe von 6000 Metern über dem Meeresspiegel sind die anderen Gebirge hier zum größten Teil etwa 5000 Meter hoch. Im Gebiet des Sarluli-Gebirges befinden sich großflächige Hochfelder. In den anderen Gebirgen hier sind Hochfelder nur selten. Sie fallen vom Nordwesten nach Südosten ab.
 
Die Höhen der schneebedeckten Berge des östlichen Nyainqentanglha-Gebirges betragen 6000 bis 6500 Meter. Ihre Schneegrenzen liegen zwischen 5100 und 5300 Meten. Oberhalb dieser Schneegrenzen liegen zahlreiche ozeanische Gletscher. Auch das Qor-Gebirge, durch das die Landstraße Sichuan-Tibet sich hinzieht, ist reich an Gletschern. Hier sind ferner Moränen aus der Eiszeit finden.
 
Das Hengduan-Gebirge, das in Nord-Süd-Richtung verläuft, wird vom Nujiang-, dem Lacangjiang- und dem Goldsand-Fluss durchschnitten. So sind hier verschiedene Täler entstanden. Von West nach Ost ziehen sich das Bexoila-Gebirge, das Tarnyaintarsamwang-Gebirge und das Tarmalha-Mangkam-Gebirge, durch die der Nujiang-, der Lancangjinag- und der Goldsand- Fluss und der Yarlungzangbo sich ihre Wege bahnen. Die Täler an diesen Flüssen liegen in Höhenlagen zwischen 2500 Metern und 4000 Metern. Ihre relativen Höhenunterschiede betragen 1000 bis 2000 Meter. Dies erschwert den Verkehr zwischen dem Westen und dem Osten, und außerdem gibt es hier häufig Schlammströme, die den Verkehr dann oft völlig unterbrechen.
 
Diese Region steht unter dem Einfluss der warmen und feuchten Luftströmung, die vom Indischen und dem Pazifischen Ozean kommt. So bildet sich hier ein feuchtes oder halbfeuchtes Klima. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt 500 bis 1000 mm, und die Temperatur des wärmsten Monats schwankt zwischen 12 und 18℃. Hier befinden sich verschiedene Bergwälder, Buschwerke und Wiesen. Zwischen ihren Vegetationsgürteln bestehen beachtliche Höhenunterschiede
 
Das Gebirgsgebiet Osttibets verfügt über Mischwälder und Nadelwälder, in denen Kiefern und Eichen bzw. Fichten, Tannen und Zypressen vorherrschen. Im Inneren und an der nordwestlichen Grenze Südtibets sind Wälder nur spärlich verstreut. Die obere Waldgrenze liegt bei 4400 Metern (an der Schattenseite) und 4600 Metern (an der Sonnenseite). Diese Höhenlage ist ohne Parallele in der Welt. Oberhalb der oberen Waldgrenze liegen Buschwerke und Wiesen. Hier wachsen Azaleen, und Winterblumen sowie verschiedene Krautarten.
 
Bedingt durch die topographische Struktur und die atmosphärische Zirkulation sind in Osttibet verschiedene trockene Flusstäler ertstanden. Sie erstrecken sich vom Kreis Nang am Yarlungzangbo im Westen bis zum Kreis Li am Oberlauf des Flusses Min im Nordosten. Die typischsten davon sind die trocken Flusstäler am Nujiang, dem Lancangjiang und dem Goldsand-Fluss im mittleren Teil des Hengduan-Gebirges (zwischen dem 28. und 30. Grad nördlicher Breite). In diesen Tälern herrscht aus Mangel an Niegerschlägen ein trockenes Klima. An den Berghängen zu beiden Seiten der Täler wachsen dürreresistente Sträucher verschiedener Arten, die der karbonathaltigen Braunerde hier angepasst sind.
 
Seit jeher leben Tibeter, Han-Chinesen und andere Nationalitäte gemeinsam in Tibet. Sie hüten auf den Hochgebirgswiesen Yaks und Schafe und bauen auf großen Flächen in den Talniederungen Hochlandgerste und Weizen an. Das Land in den Bergwäldern hier dient sowohl zum Ackerbau als auch zur Viehzucht. Um die reichen Waldressourcen dieser Region zu schützen, wird darauf geachtet, dass der Einschlag rationell erfolgt und rechtzeitig aufgeforstet wird. Das Waldgebiet Osttibets verfügt über zahlreiche Heil- und Nutzpflanzen wie etwa die Orchideenart Gastrodia elata und die Pilzart Cordyceps sinensis (beide Heilpflanzen) sowie essbare Pilze. Ferner ist diese Region reich an Wasserkraftressourcen, die man zur Entwicklung der Elektrizitätsindustrie und Bewässerung nutzen kann. Und es gibt hier günstige Bedingungen für das Wachstum von Apfel-, Birn- und Walnußbäumen sowie von ölhaltigen Holzpflanzen.
 
3. Hügelige Hochebenen in Nagqu und Yushu
 
Der Ost- und der Mittlere Teil des Qinghai-Tibet-Hochplateaus stellt den Übergang von der Hochgebirgs- und Flusstalzone im Südostteil zum Inneren dieses Hochlandes dar. Dies ist eine einzigartige Zone, die 5000 bis 6000 Meter hohe Gebirge wie etwa das Tanggula- und das Bayanhar- Gebirge urnfasst. Hier befinden sich ferner zahlreiche Talniederungen, Becken und sanfte Hügel. Der Boden hier ist nicht tief von Flüssen durchschnitten. Der Westteil dieser Hochebene liegt in Höhenlagen zwischen 4000 und 4600 Metern, höher als der Ostteil (etwa 3500 Meter). Auf dieser Hochebene finden sich große Gletscher und Frostböden.
 
Die Region Nagqu hat ein kaltes und halbfeuchtes Klima. Die durchschnittliche Temperatur des wärmsten Monats schwankt zwischen 6℃ und 12℃. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt 400 bis 700 mm. In der warmen Jahreszeit hagelt es hier häufig. Im Winter und Frühling sind starke Schneefälle zu verzeichnen. Die Landschaft von Nagqu besteht aus sanften Hügeln, weiten Ebenen, zahlreichen Flüssen mit vielen Gabelungen und Mooren. Hier sind verschiedene Kraut- und Flechtenarten beheimatet. Die Moore sind gute Weideplätze, und sie sind reich an Torf, der vielfätig in der Industrie, Landwirtschaft und Medizin verwendet wird.
 
Die sanften Hügel und Berghänge sind von Wiesen bedeckt. Hier wachsen verschiedene Kräuter und Azaleen. Die Bodenkrume, die dicht mit Gras bewachsen ist, wird von Ortsansässigen zum Bau von Häusern und Zäunen verwendet.
 
In Nagqu gibt es keine größeren Wälder, weil das kalte Klima für das Wachstum von Bäumen ungünstig ist. Auf den weiten Hochgebirgswiesen hier weiden Yaks und Schafe. Yaks machen 60% bis 80% des Viehbestandes in Nagqu aus. Über das Quellgebiet des Flusses Nujiang sind zahlreiche Zelte tibetischer Hirten verstreut. Die Weideplätze hier sind meist Sommerweiden. Es mangelt an Winterweiden. Um die Überwinterung der Herden zu garantieren, muss man Wiesen für Futtervorräte anlegen und Schädlinge der Grassteppe wie Mäuse und Steppenraupen bekämpfen. Um die Degeneration der Grassteppe zu bekämpfen, ist es nötig, Wechselweiden anzulegen. Im Gebirgsgebiet sind verschiedene wertvolle Heilpflanzen, z. B. Kaiserkronen, die Lilienart Anemarrhena asphodeloides, die Pilzart Cordyceps sinensis und die Rhabarberart Rheum officinale, beheimatet. In niedriger gelegenen Gegenden wird Hochlandgerste angebaut.
 
4. Talniederungen und Seebecken Südtibets

Südtibet umfasst einen von West nach Ost verlaufenden Landstrich zwischen dem Himalaya und dem Kangdese-Gebirge. Hier befinden sich hohe Berge des Himalaya sowie Seebecken und Talniederungen am Mittel- und Oberlauf des Yarlungzangbo. Der mittlere Himalaya besteht aus verschiedenen schneebedeckten Bergen. Fünf sind über 8000 Meter hoch. Der Qomolangma ist einer davon. Diese Berge befinden sich innerhalb oder an der Staatsgrenze Chinas. Über die Berghänge verbreitet sind neuzeitliche Kontinentalgletscher, Eistürme, zerrissene Böden, die sich unter dem Einfluss von Eiszeitgletschen gebildet haben, und Moränen. Unterhalb der Gletscherzone bietet sich ein völlig anderer Anblick. Strömende Flüsse durchschneiden hier tief das Gebirgsgebiet. Täler mit abschüssigen Felswänden sind entstanden. Zwischen dem nördlichen Abhang des Himalaya und dem Lhagoikangri-Gebirge liegen Ebenen, die mit Moränenschutt bedeckt sind, sowie weite Seebecken und Talniegerungen. Zu den wichtigsten Seen hier zählen vor allem der Baiküco-, der Puyumco- und der Yamzhog Yumco-See. Zwischen den Seebecken und Talniederungen befinden sich viele 200 bis 500 Meter hohe Hügel und kleine Berge. Der Fluss Pumqu, der am nördlichen Abhang des Xixiabangma- Berges entspringt, fließt in West-Ost-Richtung und biegt in Xeling im Kreis Dingye scharf nach Süden ab, bevor er sich seinen Weg durch den Himalaya nach Nepal bahnt. Der Yarlungzangbo fließt von West nach Ost durch Südtibet. Die Talniegerungen und Seebecken liegen in Höhenlagen zwischen 3500 und 4500 Metern. Manche Talniederungen sind so stark verwittert, dass überall Sandhügel und Wanderdünen verstreut sind.
 
Das Klima Südtibets ist deutlich von seinen topographischen Verhältnissen beeinflusst. Die durchschnittlichen Temperaturen des wärmsten und des kältesten Monats schwanken zwischen 10℃ und 16℃ bzw. zwischen 0℃ und -12℃. Der mittlere Himalaya behindert die von Süden nach Norden ziehende Luftströmung, und so bestehen auffallende Unterschiede zwischen dem nördlichen und dem südlichen Abhang dieses Gebirges. Die Jahresniederschlagsmenge der Seebecken nördlich des Himalaya beträgt nur 200 bis mm. Die Niederschlagsmenge am Mittel- und Oberlauf des Yarlungzangbo nimmt in Ost- West- Richtung von 500 mm bis auf 300 mm ab. Die Jahressonnenscheindauer beträgt 3000 bis 3400 Stunden. Nachts regnet es häufig, was das Wachstum von Kulturpflanzen begünstigt.
 
In den südwärts verlaufenden Talniederungen, z. B. Gyirong, Zham, Zhentang und Yadong, die vereinzelt am südlichen Rand Südtibets liegen, herrscht ein feuchtes Klima. Hier sind Bergwälder verteilt, und im Ostteil Südtibets befinden sich kleine Birkenwälder. Zu den wichtigsten Vegetationstypen Suedtibets gehoeren Gewaechse der mit Buschwaeldern bedeckten Bergsteppen und der Hochgebirgswiesen. Ein wenig granulierter Boden mit einem hohen Kalziumkarbonatgehalt ist typisch für die Bergsteppen und Hochgebirgswiesen. Der Boden in den Senken am Bergfuß enthält besonders viel Kalziumkarbonat. Mancherorts ist der Boden schon versalzen.
 
Südtibet zählt zu den wichtigsten Ackerbau- und Weidegebieten des Qinghai- Tibet-Hochplateaus. Diese Region ist als ,,Kornkammer der Hochebene“ bekannt. Das Ackerland Südtibets liegt v.a. am Yarlungzangbo und dessen Nebenflüssen, so dass diese Region über gute Bewässerungsbedingungen verfügt. Hier werden hauptsächlich Hochlandgerste, Weizen, Erbsen und Raps angebaut. Es kann einmal im Jahr geerntet werden. Um die Produktion zu erhöhen, bemüht man sich darum, Saatgut zu veredeln und frostbeständige und frühreifende Sorten zu züchten. Es ist notwendig, das rationelle Dichtpflanzen zu verbreiten und die Sonnenenergie voll auszunutze. Um die Fruchtbarkeit des Ackerbodens zu steigern, werden Gründüngerpflanzen angebaut.
 
Aus Mangel an Brennstoff hat man häufig Sträucher an Berghängen und in Schwemmebenen in großen Mengen abgeschnitten. Dies hatte zur Folge, dass die Berghänge am Mittellauf des Yarlungzangbo stark erodierten. Um die Bodenerosion zu bekämpfen, gilt es nun, auf großen Flächen aufzuforsten und den Ackerbau mit der Viehzucht zu verbinden.
 
Das Einzugsgebiet des Yarlungzangbo verfügt über fruchtbaren Boden und ist dicht bevölkert. Die wichtigsten Ansiedlungen Tibets liegen fast alle an diesem Fluss. Hier hatte die glänzende Kultur Tibets ihren Ursprung, und heute entwickeln sich hier die Wirtschaft und Kultur schell.
 
5. Seebecken im Qiangtang-Hochland
 
„Qiangtang“ bedeutet im Tibetischen „weites Gebiet im Norden“. Gelegen im Inneren des Qinghai-Tibet-Hochplateaus, grenzt das Qiangtang-Hochland im Süden an das Kangdese-Nyainqentanglha-Gebirge, im Norden an das Karakorum-Hohxil-Gebirge, im Osten an die Wasserscheide zwischen den Binnenflüssen und den ins Meer mündenden Flüssen sowie im Westen an den Landstrich, der sich vom Kunggyüco-See über Ge´gyai bis zum Domar hinzieht, und an das westliche Gebirgsgebiet von Ngari. Das Qiangtang-Hochland neigt sich von der Nord-und der Südseite zum Zentrum. Der Boden hier ist kaum verwittert. Der Nordteil des Qiangtang-Hochlandes liegt in einer Höhe von etwa 4900 Metern. Die Höhenlage seines Suedteils betraegt mehr als 4500 Meter. das Qiangtang-Hochland ist ein hügeliges Gebiet mit meist relativ niedrigen Bergen. Ab und zu ragen Berge in Höhen von mehr als 6000 Metern, und auf diesen Bergen liegen noch Gletscher aus dem Quartär. Mit Ausnahme einiger Gletscher, die sich bis zum Bergfuß erstrecken, haben die anderen Gletscher nur einen kleinen Umfang. An den niedrigen Bergen und Hügeln und in den Becken sind keine Spuren von Eiszeitgletschern zu sehen. Das beweist, dass das Qiangtang-Hochland während der längsten Eiszeit des Quartärs bereits zu einem kalten Trockengebiet geworden war.
 
Das Qiangtang-Hochland ist von hohen Bergen eingeschlossen. Hier herrscht ein kaltes Klima, und die Jahres- und Tagestemperaturwechsel sind erheblich. Die durchschnittliche Temperatur des wärmsten Monats schwankt zwischen 6℃ und 10℃ und beträgt mancherorts 12℃. Die durchschnittliche Temperatur des kältesten Monats liegt unter -10℃. Die Tiefsttemperatur der warmen Jahreszeit schwankt zwischen -1℃ und -18℃. Die Tiefsttemperatur der kalten Jahreszeit liegt unter-40℃. Die Jahresniederschlagsmenge des Qiangtang-Hochlandes schwankt zwischen 100 mm und 300 mm und verringert sich allmählich von Südosten nach Nordwesten. Im Winter und Frühling gibt es hier häufig Stürme. Zum Beispiel wird Gerze mahr als 200 Tage im Jahr von Stürmen heimgesucht.
 
Das Netz der Binnenflüsse des Qiangtang-Hochlandes ist dünn. Es sind dies die höchstgelegenen Binnenflüsse der Welt. Die meisten von ihnen sind saisonale Flüsse mit einer nur kleinen Durchflussmenge. Das Qiangtang-Hochland ist jedoch dicht mit Seen übersät. Die größeren Seen wie etwa der Namco-, der Serlingco- und der Tangraxiongco-See liegen südlich der Landstraße Heihe-Ngari. Ein großer Teil dieser Seen ist durch die Gebirgsbildung entstanden. Im Holozän und den späteren Erdzeitaltern wurde das feuchte Klima im Qiangtang-Hochland von einem trockenen Klima abgelöst, und die früher riesigen Seen gingen beträchtlich zurück. Auf diese Weise entstanden zahlreiche Becken. Heute sind an den Bergen in Qiangtang vielfach Seesedimentationen zu finden. Mit Ausnahme einiger weniger Süßwasserseen haben die anderen Seen einen hohen Salzghalt. Im Südteil des Qiangtang- Hochlandes herrschen Salzwasserseen mit Karbonat vor, während sein Nordteil hauptsächlich mit sulfathaltigen Salzseen übersät ist. Diese Seen bergen reiche Vorräte an Salz, Borsäure, Kaliumchlorid und seltenen Elementen in sich.
 
Im Qiangtang-Hochland sind 400 höhere Pflanzenarten beheimatet. Die Grasart Stipa Capillata ist weit über die hochgelegenen und kalten Steppen dieses Hochlandes verbreitet. In dessen Nordteil wachsen hauptsächlich kälte-und dürrebeständige Grasarten. An der Schattenseite der hohen Berge sind ab und zu frostresistente Wiesen zu finden, deren dünne Bodenkrume einen hohen Sandgehalt hat und arm an Nährstoffen ist.
 
Schafe sind die wichtigsten Nutztiere des Qiangtang-Hochlandes. Man muss hier Wechselweiden anlegen und Maßnahmen gegen Sandstürme, Trockenheit und Mäusefraß treffen. Die Wasserversorgung ist hier ein großes Problem. Aus Wassermange kann man auch die Futterproduktion nicht steigern. Ein großer Teil des Qiangtang-Hochlandes ist deshalb unbewohnt. Im April 2000 beschloss der Staatsrat der Volksrepublik China, im Nordteil von Qiangtang eine Naturschutzzone zu errichten. Hier ist ein Paradies für wilde Yaks, Tibetische Antilopen, wilde Esel und andere Tiere.
 
6. Gebirge im Westteil des Bezirks Ngari
 
Gelegen im Westteil des Qinghai-Tibet-Hochplateaus, ist dieses Gebirgsgebiet als,, Dachfirst der Welt“ bekannt. Es grenzt im Norden an das Karakorum-Gebirge, im Süden an den Himalaya, im Osten an das Qiangtang-Hochland und im Westen an den westlichen Himalaya und an Kaschmir. Das Kangdese-Gebirge zieht sich mitten durch dieses Gebiet hin. Hier befinden sich Hochgebirge, Becken und Talniederungen. Die Berge sind mehr als 5000 bis mehr als 6000 Meter hoch. Es sind hier nur kleine Gletscher zu finden. Die Talniederungen und Becken liegen in Höhenlagen zwischen 3800 und 4500 Metern. Nennenswert sind vor allem die Talniederungen am Fluss Langqenzangbo, dem Oberlauf des Indus, und am Fluss Senggezangbo sowie das Becken am Pangkog-See.
 
In diesem Gebirgsgebiet herrscht dank starker Sonneneinstrahlung ein relativ warmes Klima. Die durchschnittlichen Temperaturen des wärmsten und des kältesten Monats schwanken zwischen 10℃ und 14℃ bzw. zwischen -9℃ und -13℃. Die warme und feuchte Luftströmung, die vom Indischen Ozean kommt, wird von hohen Bergen aufgehalten, so dass dieses Gebiet arm an Niederschlägen ist. In seinen Südteil sind es weniger als 200 mm, in seinem mittleren und Nordteil nur 150 mm bzw. 50 mm. Im Winter und Frühling kommt es hier häufig zu Stürmen.
 
In diesem Gebirgsgebiet herrscht eine dürreresistente Gras-und Strauchvegetation vor. Auf den Hochgebirgswiesen wachsen frostbeständige Gräser, zum Beispiel die Grasart Stipa Capillata.
 
Mit Ausnahme der tiefliegenden Talsenken im Südteil des Gebirgsgebiets von Ngari, wo Ackerbau betrieben wird, liegt hier ein ausgedehntes Weidegebiet, auf dem hauptsächlich Schafe und Ziegen gehalten werden. Ziegen bilden den größten Teil des Viehbestandes im Nordteil dieses Gebietes. Hier stehen großflächige trockene Wiesen zur Verfügung, die im Winter und Frühling nur mangelhaft Futtergras liefern. Zu dieser Zeit brechen hier oft Schneestürme aus, die manchmal für Mensch und Tier zu großen Katastrophen führen. Auf kleinen Flächen in den tiefliegenden Flusstälern werden Hochlandgerste, Frühjahrsweizen und Erbsen angebaut. Die Hochlandgerste ist hier die wichtigste Getreideart. Die Bewässerung ist für dieses Gebiet von entscheidender Bedeutung.
 
Ngari ist reich an großen Bergen und Seen, die für die Gläubigen des tibetischen Buddhismus Heiligtümer sind, weshalb hier auch täglich Pilger ankommen.
 
7. Seebecken im Kunlun-Gebirge
 
Das Qiangtang-Hochland erstreckt sich bis an den südlichen Flügel des Kunlun-Gebirges am nördlichen Rand des Qinghai-Tibet-Hochplateaus. Der Höhenunterschied zwischen dem Gebirge und der Seebeckengruppe dieses Hochlandes beträgt nur ca. 1000 Meter. Das Gebiet, das diese Seebeckengruppe umfasst, grenzt im Süden an das Karakorum- und im Osten an das Hohxil-Gebirge. Schmelzwasser von der Gletscherzone am Kunlun-Gebirge fließt den Seen des Qiangtang-Hochlandes zu, z. B. dem Guozaco- und dem Aksaiqing-See. Die Abhänge der Hochgebirge in Qiangtang sind zum größten Teil durch Frost verwittert. Dies hier ist eine Dauerfrostbodenzone.
 
Im Seebeckengebiet des Kunlun-Gebirges herrscht ein kaltes und trockenes Klima. Die durchschnittliche Temperatur des wärmsten Monates schwankt zwischen 4℃ und 6℃. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt 20 bis 100 mm.
 
Da das Klima in diesem Gebiet für das Wachstum ungünstig ist, haben die Weiden hier eine schlechte Qualität. Nur ein kleiner Teil der Hochgebirgsweiden kann in der warmen Jahreszeit ausreichendes Futtergras liefern.

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