Majestaetische Landschaft
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Majestaetische Landschaft

Das Qinghai-Tibet-Hochplateau, die höchste Stufe der topographischen Terrasse Chinas, grenzt an seiner nördlichen, östlichen und südlichen Seite an Becken und Flachland. Die Höhenunterschiede dazwischen betragen mehr als 3000 Meter bis mehr als 4000 Meter. In diesen Höhenunterschieden kommt die geomorphologische Beschaffenheit des Qinghai-Tibet-Hochplateaus zum Ausdruck. Sein Kerngebiet gehört zum Autonomen Gebiet Tibet.

1. Struktur und Formen der Landschaft Tibets
 
Das Qinghai-Tibet-Hochplateau, in dem das Autonome Gebiet Tibet liegt, ist von hohen Gebirgen eingeschlossen und hat verschiedene tiefe Schluchten. Die Landschaft dieses Hochlandes besteht aus Hochebenen, hohen Bergen, zahlreichen Seen und großen Becken. Es neigt sich von Nordwest nach Südost. So sinkt die Höhe von Gebirgen von mehr als 5000 Metern bis auf 4000 Meter. Von der Hochebene ragen hohe Gebirge empor, die das,, geomorphologische Gerüst“ des Qinhai-Tibet-Hochplateaus darstellen. Über die Hochebene sind zahlreiche Becken und Seen verstreut. Auf der Hochebene haben verschiedene Flüsse ihren Ursprung. Das Autonome Gebiet Tibet zeichnet sich durch seine vielgestaltige und herrliche Landschaft aus. Hier gibt es bizarre Gletscher, reißende Ströme, tiefe Schluchten, zahlreiche Seen, Karsthöhlen, Sanddünen, Vulkane und Eisfelder.
 
Das Qinghai-Tibet-Hochplateau ist reich an imposanten Gebirgen. Im Südwesten ragt das Himalaya-Gebirge empor, am nördlichen Rand des Hochlandes entlang verläuft das Kunlun-Gebirge, an der nordwestlichen Seite befindet sich das Karakorum-Gebirge, und das Tanggula-, das Kangdese-und das Nyainqentanglha-Gebrige ziehen sich durch den mittleren Teil das Hochplateaus hin. Sie bilden das geomorphologische Gerüst Tibets. Hier sind viele Eiszeit-und jüngere Gletscher zu finden. Berge, die sich bis in die Höhe von mehr als 5000 Metern erheben, sind das ganze Jahr hindurch mit Schnee bedeckt. Über diese Berge verteilen sich viele Gletscher, die aus der Ferne einen herrlichen Anblick bieten. Zwischen diesen Hochgebirgen befinden sich kleinere Berge, Becken, Ebenen und Talniederungen, zum Beispiel die Nordtibet-Hochebene und die Talmulden Südtibets. Das Hengduan-Gebirge in Südosttibet, das in Nord-Süd-Richtung verläuft, wird von mehreren Flüssen scharf durchschnitten. Dadurch sind tiefe Schluchten entstanden, die sich parallel zu den Bergen hinziehen. Das Hengduan-Gebirge stellt den Übergang vom Tibet-Hochland zum Sichuan-Becken und zur Yunnan-Guizhou-Hochebene dar.
 
Die Hochgebirge Tibets sind durch Druck infolge des Aufeinandertreffens von Landmassen entstanden. In der Erdgeschichte wurde der Boden Tibets in unterschiedlichem Grad gepresst, was zu einer geomorphologischen Vielfalt führte, in der die Entstehungsgeschichte des Tibet-Hochlandes deutlich zum Ausdruck kommt.
 
Tibets Flüsse spielen bei den Veränderungen der topographischen Struktur dieses Gebiets eine wichtige Rolle. Durch Abspülung von Flussufern, Bodenerosion und Ansammlung von Schlamm, den die Flüsse mit sich führen, werden dem Boden ständig neue Formen gegeben. Die Stromgeschwindigkeit ist je nach der topographischen Lage und der Wassertemperatur verschieden. Auf der Nordtibet-Hochebene sind nur kleine und kurze Binnenflüsse zu finden. Sie fließen langsam durch flache und breite Talmulden, so dass die Ufererosion relativ schwach ist. Im Gegenstatz dazu wälzt sich der mächtige Yarlungzangbo in Südtibet unaufhaltsam vorwärts, was zur Folge hat, dass die Schluchten in seinem Einzugsgebiet sich verändern und neue Flusstäler entstehen. Die großen Höhenunterschiede zwischen dem Hengduan-Gebirge und den umliegenden Regionen sowie die reißenden Stromschnellen führen dazu, dass dort tiefe und steile Schluchten entstanden und entstehen. Die Flüsse, die am Rand des jungen Qinghai-Tibet-Hochplateaus vorbeifließen, durchschneiden ununterbrochen das Quellgebiet, so dass auch die Wasserscheiden dieser Flüsse sich verändern. Zugleich werden die Flusstäler durch Erosionen immer tiefer.
 
Das kalte Klima und die starke Sonneneinstrahlung auf dem Qinghai-Tibet-Hochplateau, die mit der großen Höhenlage im Zusammenhang stehen, verursachen auffallende Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Abwechselnd wird Felsgestein erwärmt und  stark abgekühlt, bis es schließlich stark verwittert, zerbricht, abblättert und zu Geröll wird. Infolge der von außen wirkenden Kräfte entstehen Flessäulen, schuttbedeckte Berghänge, fächerartige Moränen, ,,Geröllflüsse“ und,, Geröllmeere“. Oberhalb der Schneegrenze ist die Korrosion des Bodens besonders stark. Es taut und friert abwechselnd. Schmelzwasser spült Erdkrumen mit Pflanzen ins Tal, und so entstehen Schlammströme oder Moore. Durch wiederholtes Schmelzen und Frieren werden Schutt und Erde nach und nach voneinander getrennt. So entstehen,, Steinpolygone“(Kreise aus abgeblätterten Steinen), ,,Fleckerde“ und ,,Steindeiche“. Die Nordtibet-Hochebene hat eine große Fläche von Dauerfrostböden. Durch Verwitterungen und unter dem Druck von Schlammströmen werden hier Steinsäulen, Schuttpyramiden, zungenartige Schlammströme und Steinpolygone geformt.
 
Tibet ist reich an Gletschern. Die Erosion durch diese Gletscher ist so stark, dass sich hier eine vielgestaltige Topographie gebildet hat. Zum Beispiel sind vielerorts Seracs, U-förmige Gletscherspalten, Gletschersenken, Hängetäler und Gletschermoränen mit Unmengen von Schlamm und Geröll zu finden.
 
Die Berggegenden Südosttibets werden häufig von Schlammströmen, Erdrutschen und Bergstürzen heimgesucht. Schutt und Schlamm haben eine grosse zerstoererische Kraft. Wenn so ein Schlammstrom niedergeht, können in kürzester Zeit mit großer Wucht Millionen von Kubikmetern Schlamm, Erdreich und Geröll in ein Tal gespült werden. Oft werden dadurch Straßen, Brücken, Felder und Häuser zerstört und Flüsse versperrt. Schlammströme richten gewaltige Schäden an. Am 9. April 2000 zum Beispiel stürzte am Berg Zhamoglung in der Gemeinde Yi′ong des Kreises Bome ein ungeheurer Schlammstrom in die Tiefe. Etwa 480 Millionen Kubikmeter Schutt und Schlamm gingen vom mehr als 5000 Meter hohen Schneeberg bis zum Yi′ong-See nieder. Hier bildete das Material eine 2500 Meter lange, 2000 Meter breite und 180 Meter hohe Sperre, durch die der Abfluss des Sees versperrt wurde. Der See stieg so stark an, dass die umliegenden Felder und Häuser überschwemmt wurden. Die Straßen und Dörfer mit mehreren zehntausend Einwohnern unterhalb des Sees waren in Gefahr, doch gelang es den Ortsansässigen schließlith, die drohende Katastrophe abzuwenden. Seit ein paar Jahren bemühen sich chinesische Wissenschaftler darum, die Entstehung und Entwicklung von Schlammströmen, Erdrutschen und Bergstürzen zu untersuchen, um sie zu prognostizieren und möglichst zu verhüten oder rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu treffen.
 
Die trockenen und halbtrockenen Gegenden Nordwesttibets werden oft von heftigen Sandstürmen heimgesucht. Unter dem Druck der Windkraft sammeln sich Sand und Grieße zu Sanddünen an. Solche Sanddünen sind über Flusstäler und Berhänge am Ober-und Mittellauf des Yarlungzangbo verstreut. Sandstürme verursachen im Nordtibet-Hochland starke Verwitterungen.

2. Hochgebirge, die quer in West-Ost-Richtung verlaufen

Der Himalaya

Der Himalaya verläuft entlang der südlichen Grenze des Autonomen Gebietes Tibet. Dieses Gebirge misst in der Länge 2400 km und in der Breite 200 bis 300 km. Seine durchschnittliche Höhe betägt 6200 Meter über dem Meeresspiegel. Es ist die höchste und jüngste Bergkette der Erde. Der Name,, Himalaya“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet,, Heimat von Schnee“ (,, Hima“=Schnee, ,, Laya“= Wohnhaus oder Heimat). Der Himalaya verläuft annähernd in West-Ost-Richtung und biegt dann nach Süden ab. Sein südlichster Teil, der Ganchongzhangjag-Berg, erhebt sich bis zu 8585 Metern. Der Zustand der Umwelt des Qinghai-Tibet-Hochplateaus und ganz Asiens steht unter seinem Einfluss.
 
Der Himalaya hat zahlreiche parallel verlaufende Ausläufer, die zusammen das Himalaya-Gebirgssystem bilden. Von Nord nach Süd befinden sich nacheinander das Gebiet am Fuß des Himalaya sowie das Kleine und das Große Himalaya-Gebirge. Das Große Himalaya-Gebirge, der Hauptteil der ganzen Gebirgskette, misst in der Breite 50 bis 90 km. Es befindet sich zum größten Teil an der Grenze zwischen China und dessen südlichen Nachbarländern. In geographischer Hinsicht besteht das Große Himalaya-Gebirge aus drei Teilen: dem östlichen Himalaya zwischen den Bergen Namjagbanwa und Chomolhali im Kreis Yadong, dem mittleren Himalaya zwischen den Bergen Chomolhali und Naimona’nyi im Kreis Burang und dem westlichen Himalaya, das am Nangaparbat endet. Im Gebiet des mittleren Himalaya ragen zahlreiche schneebedeckte Berge empor. Etwa 40 davon sind mahr als 7000 Meter hoch. Nicht wenige Berge übertreffen die Höhe von 8000 Metern, darunter der Qomolangma (8848 Meter), der Lhoze (8516 Meter), der Markalu (8463 Meter), der Qowowuyag (8201 Meter) und der Xixiabangma (8012 Meter),die sich an der oder innerhalb der Landesgrenze befinden. Diese Berge stellen den höchsten Teil der ganzen Gebirgskette dar.
 
Zwischen den südlichen und den nördlichen Ausläufern des Himalaya bestehen große Höhenunterschiede. Der Grund dafür ist, dass der südliche Teil des Himalaya sich während der Gebirgsbildung viel mehr hob als dessen nördlicher Teil. Der südliche Flügel ist sehr steil angestiegen. Zwischen diesem Hochgebirge und der Ganges-Ebene gibt es ein Gefälle von etwa 6000 Metern. Südtibet ist reich an Niederschlägen. Durch starke Flusserosionen sind tiefe Täler entstanden. Dort, wo die Flusserosion schwach ist, haben sich Hängetäler an Bergen gebildet. Sie haben jeweils ein Gefälle von mehreren Dutzend Metern, wodurch imposante Wasserfälle entstanden. Am nördlichen Flügel des Himalaya liegt eine flache Terrasse. Das Gefälle zwischen den Bergen, Ebenen und Seen betägt nur etwa 1500 Meter. Dieses Gebiet hat wenig Niegerschläge aufzuweisen, so dass die Flusserosion hier relativ schwach ist. Die Uferzone ist flach und ausgedehnt. Bedingt durch die geologische Struktur wird der Himalaya von zahlreichen Flüssen durchschnitten, die im noerdlichen Fluegel des Himalaya entspring. Dadurch sind hier tiefe und große Schluchten entstanden. Flüsse, die sich ihren Weg durch diese Schluchten bahnen, bilden Stromschnellen. Die bekanntesten davon sind die Große Schlucht des Yarlungzangbao am östlichen Ende des Himalaya und die Schlucht des Flusses Langqenzangbo (am Oberlauf des Indus).
 
Das Kangdese-Nyainqentanglha-Gebirgssystem

Diese Gebirgskette beginnt am Fluss Senggezangbo und endet am Berg Bexoila des Hengduan-Gebirges. Es ist ein kurvenförmiges Gebirge mit einer Gesamltänge von 1600 km. Von Nord nach Süd misst es 80 km. Seine durchschnittliche Höhe beträgt 5800 bis 6000 Meter über dem Meeresspiegel. Die beiden Enden dieser Gebirgskette sind höher als deren mittlerer Teil. Ihr südlicher Flügel ist jäh abfallend und ansteigend. Der Höhenunterschied beträgt ca. 2000 Meter. Der nördliche Flügel dieser Gebirgskette ist flach und hat ein Gefälle von nur ca. 1000 Metern.
 
Das Wort ,, Kangdese“ (Schneegebirge) stammt aus der tibetischen Sprache und dem Sanskrit. Die meisten Berge des Kangdese-Nyainqentanglha-Gebirgssystems ragen hoch empor. Einige davon sind über 6500 Meter hoch. Zum Beispiel sind der Hauptberg Kangrinboge, der Lhobogangri und der Nyainqentanlha (Hauptberg des Nyainqentanglha-Gebirges) über 6638 Meter, 7095 Meter bzw. 7162 Meter hoch. Im Vergleich zum Himalaya hat das Kangdese-Nyainqentanglha-Gebirgssystem eine relativ vielgestaltige und vollständige Topographie. Dies hängt von seiner geographischen Lage im Inneren des Qinghai-Tibet-Hochplateaus ab.
 
Das Kangdese-Nyainqentanglha-Gebirgssystem, das sich durch den mittleren und den südlichen Teil des Qinghai-Tibet-Hochplateaus hinzieht, stellt eine wichtige geographische Grenzlinie dar. Der Hauptteil dieser Gebirgskette ist die Wasserscheide von mehreren Flüssen. Südlich des Kangdese-Nyainqentanglha-Gebirgssystems sind die Flüsse Senggezangbo und Yarlungzangbo. Die Flüsse, die am nördlichen Flügel dieser Gebirgskette entspringen, sind relativ kurz. Die meisten davon sind Binnenflüsse, die in Seen des Nordtibet-Hochlandes münden.
 
Der östliche Teil des Nyainqentanglha-Gebirges ist zum größten Teil mit Schnee bedeckt. Hier liegen zahlreiche neuzeitliche Gletscher, darunter auch der längste ozeanische Gletscher Chinas. Die neuzeitlichen Gletscher am westlichen Teil des Kangdese-Gebirges sind nicht voll entwickelt. Zum Beispiel ist der Gletscher am Kangrinboqe-Gipfel nur ca. 4000 Meter lang.
 
Das Karakorum-Tanggula-Gebirgssystem

Das Karakorum-Tanggula-Gebirgssystem verläuft in West-Ost-Richtung. Zu diesem Gebirgssystem gehören verschiedene parallel verlaufende Bergmassive, deren durchschnittliche Höhen 5000 bis 6000 Meter betragen.
 
Das Karakorum-Gebirge wird in alten Büchern Chinas als ein Teil des Congling betrachtet. Es hat drei über 8000 Meter hohe Berge, die sich an der Landesgrenze Chinas befinden. Der Qogir zum Beispiel, der zweithöchste Berg der Welt, erhebt sich bis zu 8611 Metern. Der westliche Teil des Karakorum-Gebirges hat sich voll entwickelt. Über dieses Gebirge, das reich an Niederschlägen ist, verteilen sich viele neuzeitliche Gletcher. Der östliche Teil des Karakorum-Gebirges ist stark verwittert. Seine Berghänge sind sanft geneigt. Hier sind relativ wenig Gletscher zu finden.
 
Das Tanggula-Gebirge hat einen großen Umfang. Es misst von Nord nach Süd 160 km. Sein Hauptteil, das Große Tanggula-Gebirge, ragt hoch empor. Die Berge hier sind meistens pyramidenförmig. Der Hauptberg Gladaindong erhebt sich bis zu 6621 Metern. Hier entspringt der Yangtse, der größte Fluss Chinas. Das Tanggula-Gebirge ist die Wasserscheide zwischen dem Yangtse und dem Fluss Nujiang. Die neuzeitlichen Gletscher bedecken hier eine Fläche von 2082 Quadratkilometern.
 
Das Kunlun-Gebirge

Dieses grandiose Gebirge stellt die Grenze zwischen dem Autonomen Gebiet Tibet und dem Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang dar. Beginnend im Pamir-Hochland, erstreckt sich dieses Gebirge ca. 2500 km ostwärts bis zum Nordwestteil der Provinz Sichuan. Als,, Rückgrat Asiens“ liegt das Kunlun-Gebirge quer in der Mitte Asiens. Das Westliche Kunlun-Gebirge misst in der Breite 150 km. Seine durchschnittliche Höhe beträgt 6000 Meter, so dass dieses Gebirge um 4000 bis 5000 Meter höher als das Tarim-Becken ist. Durchschnitten von Nebenflüssen des Tarim-Flusses haben sich verschiedene Täler im Westlichen Kunlun-Gebirge gebildet. Am Oberlauf dieses Flusses verteilen sich Talniederungen und Becken, die entlang des Gebirges liegen. Da das Westliche Kunlun-Gebirge reich an Niederschlägen ist, wird es auch die,, Nasse Öde „ genannt. Die wichtigsten Berge hier, der Kongur(7719m), der Muztagata (7546m) und der Muztag (6638m) sind für ihre neuzeitlichen Gletscher bekannt. Schmelzwasser fließt zu einem Strom zusammen, der der Oase des Tarim-Beckens zufließt. In Tälern, die in Höhenlagen zwischen 3200 und 3700 Metern liegen, sind Urwälder zu finden. Im Ostteil des Kunlun-Gebirges nimmt der Einfluss der Gletscher ab.
 
Das Östliche Kunlun-Gebirge verläuft längs des südlichen Rands des Qiadam-Beckens und biegt dann nach Südosten ab. Danach teilt sich dieses Gebirge in drei Teile. Zum südlichen Teil gehören das Hoh Xil-und das Bayanhar-Gebirge. Der mittlere Teil besteht aus dem Alger-Gebirge und dessen östlichen Ausläufern, d. h. dem Pakarlükaitagai-, dem Purhabotag-und dem Ngarnyimaqen-Berg(Jishi-Berg). Der Hauptgipfel des Ngarnyimaqen-Gebirges, der Maqengangri-Gipfel, erhebt sich bis zu 6289 Metern. Der nördliche Teil ist der Kyimantarga-Berg. Der Muztag (6973m) ist der Hauptberg des östlichen Kunlun-Gebirges. ,,Bayanhar“ bedeutet im Mongolischen ,,herrlicher Berg“. Im Tibetischen heißt er ,, Moibilichiba“ (Wasserscheide zwischen dem Gelben Fluss und dem Fluss Tongtian).
 
3. Talsenken, Hochebenen und Becken
   
Wie Ostchina, so hat auch das Autonome Gebiet Tibet eine netzartige Topographie. Verschiedene Gebirge bilden ein Netz. Zwischen ihnen befinden sich Talniederungen, Hochebenen und Becken. Nennenswert sind vor allem die Talniederungen in Südtibet und Hochebenen in Nordtibet.
 
Talbecken in Südtibet

Über eine 1200 km × 300 km große Fläche zwischen Sagai und Mailing, am Mittellauf des Yarlungzangbo im Süden des Tibet-Hochlandes, gibt es zahlreiche Talniederungen. Sie sind Senkungen zwischen dem Himalaya-, dem Kangdese-und dem Nyainqentanglha-Gebirge. Diese Zone neigt sich in West-Ost-Richtung. Ihre Höhenlage sinkt von Westen nach Osten von 4500 Metern bis auf 2800 Meter über dem Meeresspiegel. Die Berge zu beiden Seiten dieser Zone sind zum größten Teil etwa 5000 Meter hoch. Der Yarlungzangbo, der mitten durch das Talbeckengebiet fließt, beginnt in einer Verwerfungszone, die,, Großer Verwerfungsgürtel des Yarlungzangbo“ genannt wird. Dieser Fluss bildet mit seinen Nebenflüssen (Lhasa und Nyangqu) ein Flussnetz.
 
Gleich einer Perlenkette liegen die Talbecken in Südtibet aneinander gereicht. Die wichtigsten davon sind das Lhaze-Rinbung-, das Qüxü-Zetang-und das Mailing-Talbecken. Hier liegt eine Zone von metamorphischen Gesteinen mit dünnen Sedimentschichten. Die Flüsse hier haben flache und breite Flussbetten. Über eine große Fläche sind Untiefen verteilt. Während der Trockenperiode entstehen große Sandbänke. Oberhalb der Untiefen liegen mancherorts mehrere Kilometer breite Uferterrassen. Diese Schwemmebenen sind wichtig für die Landwirtschaft des Tibet-Hochlandes. Neuere Schwemmebenen und Diluvialböden erstrecken sich unregelmäßig bis zum Bergfuß, ganz so, als ob die Flusstäler jeweils mit einer Borte versehen wären. Sie schicheten sich aufeinander. Unterhalb dieser Ebenen befinden sich Moore, die dadurch entstanden sind, dass Grundwasser austrat und sich hier ansammelte. Die Talniederungen haben zu beiden Seiten je eine Steigung von etwa 30 Grad und eine relative Höhe von 500 bis 1000 Metern. Der Boden der Talniederungen ist verwittert und instabil. Viele Orte sind mit Sandkiesschichten bedeckt. Überall sind Sanddüner zu sehen. Das Toxar-Tal oberhalb der Region Quxu, das Gyaca-Tal unterhalb der Region Songri und das Tal im Kreis Nang sind alle schmal, und zwar deshalb, weil der Fluss hier das harte Granitgebirge durchschneidet. Die Felswände zu beiden Seiten der Täler fallen jäh ab. Ihre Steigungen betragen 50 bis 70 Grad. Die relative Höhe dieser Felswände beträgt jeweils etwa 2000 Meter. Der reißende Yarlungzangbo bildet hier verschiedene Stromschnellen und ist deswegen sehr reich an Wasserkraftressourcen.
 
Die Berge an den Talbecken Südtibets sind stark erodiert. Unterhalb der Höhe von 4700 bis 5000 Metern spült der Fluss stark die Ufer aus. Dazu kommt, dass es hier abwechselnd taut und friert. Dies führt zu Erdrutschen und Bergstürzen. In Höhen von über 5000 Metern bewirken abwechselndes Tauwetter und Frost eine starke erodierende Kraft. In den Höhenlagen zwischen 5600 und 6000 Metern sind Spuren von Eiszeitgletschern zu sehen.
 
Das Hochland in Nordtibet

Das Nordtibet-Südqinghai-Hochland ist das Zentrum des Qinghai-Tibet-Hochplateaus. Dieses Hochland neigt sich in südöstlicher Richtung von 5000 Metern bis auf 4000 Meter. Hier herrscht ein kaltes und trockenes Klima. Durch starke Glazialerosionen und Fröste wird der Boden hier stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Seebecken in Nordtibet und das Hochland im Süden von Qinghai sind Regionen mit Frostböden. Das Nordtibet-Hochland, das im Autononmen Gebiet Tibet liegt, erstreckt sich von Nordwest nach Ost über eine weite Fläche. Hier befinden sich Hügel, Talmulden und Becken mit zahlreichen Seen.
 
Der Südteil des Nordtibet-Hochlandes umfasst ein ca. 1000 x 700 km großes Gebiet zwischen dem Kunlun-Gebirge und dem Kangdeze-Gebirge. Hier befinden sich zahlreiche Seen, wie etwa der Namco-See und der Silingco-See. Die meisten Seebecken und Talniederungen liegen in Höhenlagen zwischen 4400 Metern und 4700 Metern. Sie sind durch Berg-und Hügelerosionen entstanden. Im Gebirgsgebiet befindet sich eine ausgedehnte Fläche von Diluvialböden. Mit dem Rückgang der hier befindlichen jüngeren Seen verstärkt sich die Mineralisation des Seewassers. An den Seeufern liegen viele Terrassen. Manche davon sind um 100 bis 200 Meter höher als die Seen. Mit einer durchschnittlichen Höhe von 5000 Metern fällt Nordtibet von Nord nach Süd allmählich ab. Der größte Teil dieses Hochlandes weist Dauerfrostböden auf.
 
4. Parallel verlaufende Berge und Täler das Hengduan-Gebirges
 
Das Hengduan-Gebirge zieht sich durch den Südostteil des Qinghai-Tibet-Hochplateaus sowie durch Osttibet und Westsichuan hin. Die Berge und Täler hier verlaufen parallel zueinander.
 
Die meisten Berge in diesem Gebiet haben Höhen von mehr als 4500 Metern. So sind sie um 2000 bis 4000 Meter höher als die umliegenden Flüsse. Der höchste Berg hier, der Gonggar (7556 Meter), ist um mehr als 6000 Meter höher als der Fluss Dadu unweit östlich von ihm. Anders als der Teil des Hengduan-Gebirges, der im Autonomen Gebiet Tibet liegt, erodiert sein südlicher Teil stark, so dass sich dessen Höhe verringert.
 
Die vielgestaltige Topographie des Hengduan-Gebirges ist durch dessen Struktur und die klimatischen Verhältnisse dieser Gebirgsregion bedingt. Über die hohen Berge sind viele ozeanische Gletscher verteilt, und zwischen den Bergen und Tälern bestehen enorme Höhenunterschiede. Vielerorts liegen alte und neue Sedimentschichten aufeinander. Flüsse, die das Hengduan-Gebirge durchschneiden, spülen kräftig die Ufer aus, so dass hier starke Flusserosionen verursacht werden. Die Böschungen der Täler sind steil und instabil. Häufig kommt es hier zu Bergstürzen und Erdrutschen. In der Regenzeit gehen oft heftige Güsse nieder. Dann wird häufig Schutt, der sich am Berghang angesammelt hat, zusammen mit Erdreich und Pflanzen ins Tal gespült. So entstehen hier Schlammströme, die ungeheuere Schäden anrichten können.

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