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Einleitung zur Geographie Tibets

Seit jeher ist das imposante Qinghai-Tibet-Hochplateau, die höchste Ebene der Erde, als "Dach der Welt" bekannt. Dieses Hochland ist ein einzigartiges Gebiet Ostasiens. Es gehört zu den drei besonderen geographischen Zonen Chinas. Die zwei anderen sind die Monsunklimazone Ostchinas und die Trockenzone Nordwestchinas. Die Entstehung und Entwicklung der Landschaften der umliegenden Gebiete sind stark vom Qinghai-Tibet-Hochplateau beeinflusst worden. Als Hauptteil dieses Hochlandes hat das Autonome Gebiet Tibet eine weite Fläche aufzuweisen, die auf dem 26°32′bis 36°32′Grad nördlicher Breite und 78°24′bis 99°01′Grad östlicher Länge liegt. Hier befindet sich die Tibet-Hochebene, der höchste Teil des Qinghai-Tibet-Hochplateaus. In der Tat umfasst das Autonome Gebiet Tibet auch relativ tief liegende Gebiete am südlichen Rand des Qinghai-Tibet-Hochplateaus.
 
Das Autonome Gebiet Tibet wurde im Jahre 1965 ins Leben gerufen. Die Stadt Lhasa ist seine Hauptstadt. Dem Autonomen Gebiet unterstehen die Stadt Lhasa auf der Beziksebene und die Bezirke Xigaze, Qamdo, Nagqu, Lhoka(Shannan), Ngari und Nyingchi. Tibet hat eine Fläche von 1,2 Millionen k㎡, ein Achtel der Gesamtfläche des Territoriums der Volksrepublik China. Nach der 5. Volkszählung der VR China lebten in Tibet am 1. November 2000 2,613 Millionen Menschen, davon 2,4111 Millionen Tibeter. Die Tibeter machten 92,2% der ganzen Bevölkerung Tibets aus. 155 300 Einwohner in Tibet (5,9%) sind Han-Chinesen, 49 000 (1,9%) der Gesamtbevölkerung dieses Gebietes gehören anderen Nationalitäten an.

Tibet zeichnet sich durch faszinierende Landschaften aus. Schneebedeckte Hochgebirge ziehen sich weit über Tibet hin. Dazwischen liegen grosse Becken und breite Täler, weite Hochebenen, zahlreiche Seen, reissende Flüsse und tiefe Schluchten. Im Inneren Tibets sind grasbedeckte Moore und weite Grassteppen zu finden. Südtibet verfügt über dicht bewaldete Berge, Reisfelder, Bananen-und Teeplantagen. Die Landschaft hier ist so shön wie in Südchina. In Südosttibet befinden sich tiefe und steile Schluchten. An den Berghängen zu beiden Seiten wachsen je nach der Höhenlage unterschiedliche Pflanzen. Das kalte und öde Hochland  Nordtibet ist ein "Paradies von wilden Tieren".
 
Tibet ist dank seiner besonderen klimatischen und geographischen Bedingungen reich an Naturressourcen. In diesem Landesteil der Volksrepublik China leben seit jeher Tibeter und Angehörige anderer ethnischer Gruppen gemeinsam. Sie haben wichtige Beiträge zur Erschliessung des Tibet-Hochlandes, zur Entwicklung der chinesischen Kultur and zum Aufbau des Vaterlandes geleistet. Seit den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gibt es Fortschritte auf allen Gebieten des Autonomen Gebiets Tibet, indem der Staat dieser Region tatkräftige Unterstützung gewährt und die Ortsansässigen gemeinsam fleissig arbeiten. Heute bietet sich in Tibet ein neues Antlitz: Auf den Hochgebirgswiesen weiden Yaks, Pferde und Schafe. Fruchtbare Felder erstrecken sich bis an die Ufer des Yarlungzangbo. Hier wachsen Hochlandgerste(Qingke) und Raps. Dies ist eine Landschaft voller Vitalität. Landstrassen, deren Bau viel Geld und Arbeit in Anspruch genommen hat, verbinden das Autonome Gebiet Tibet mit dem Landesinneren und verstärken bei der tibetischen Bevölkerung die Hoffnung auf ein glückliches Leben.
 
In geologischer Hinsicht ist das Tibet-Hochland, das eine vielgestaltige Topographie hat, sehr jung. Dieses Gebiet ist so attraktiv, dass es viele Menschen anzieht. Um den Schleier vor ihm zurückzuschlagen, geben wir dieses Buch über die geographischen Verhältnisse Tibets heraus. Wir hoffen, dass es dazu dient, dieses weite Begiet kennen zu lernen, es zu erschliessen und umzugestalten, seine Ressourcen zu verwerten sowie seine Umwelt zu schützen. Eine Reihe von Fragen hinsichtlich der Erschliessung dieses Gebietes und des Umweltschuzes ist noch nicht gelöst. Es ist notwendig, diese Probleme weiter zu untersuchen, und wir hoffen, dass man sie bald lösen wird.