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Wohnungen

Die traditionellen Wohnungen in Tibet haben verschiedene Formen. Es gibt Zelte, wehrturmförmige Wohnungen, mit Gittern umschlossene Wohnhäuser, mit Balken gebaute Häuser mit mehreren Stockwerken.

In tibetischen Weidegebieten sind Zelte die gewöhnlichen Wohnungen; sie werden wiederum nach Baumaterial, Zweck, Form und Umfang unterschieden. Die meisten Zelte bestehen aus Filz von Yakwolle. Sie sind sehr schwer und können Schnee- und Regenfälle abhalten. Man braucht nur zwei Stützsäulen und einen kleinen Querbalken sowie einige Pfähle, um einen Zelt aufzuschlagen. Das dauert kaum eine halbe Stunde. Im ZeIt steht der Kochherd in der Mitte, dahinten ist eine einfache Nische, daneben liegen auf der einen Seite die Vorräte an Weizen, Hochlandgerste, Butter und anderen Milchprodukten, zu einer niedrigen Mauer geschichtet. Auf der anderen Seite sind die Betten, Truhen und Kleidungsstücke. Rechts, am Eingang des Zeltes, liegen die Ehrensitze für Gäste. Im Zug der wirtschaftlichen Entwicklung und der Verbesserung des Lebens der Hirten nehmen  die festen Siedlungen zu. Dort sind die meisten Wohnungen in Holzhäusern.

Die älteren Wohnhäuser in der Altstadt von Lhasa bestehen aus aufeinander geschichteten Steinblöcken und sehen wie Wehrtürme aus. Solche Wohnhäuser haben gewöhnlich flache Dächer. In der Dachmitte befindet sich ein großes Dachfenster. Die Wohnräume liegen an den vier Seiten, die durch einen Korridor verbunden sind. Der untere Teil der Häuser ist breit, der obere ziemlich schmal. Die Steinmauer an der Hausbasis ist oft 1 m mächtig. Die meisten Häuser haben Dachterrassen. Dort kann man Gottheiten anbeten, umherwandeln oder die Landschaft betrachten. Die Sitze der früheren Adligen hatten drei oder vier Stockwerke. Die Wohnhäuser der einfachen Einwohner hatten höchstens zwei oder drei Stockwerke. In einem solchen Wohnhaus waren oft mehrere, manchmal sogar Dutzende Familien untergebracht.

In regenreichen und feuchten Regionen wie Medog, Bomi und Mainling werden oft Gebäude am Pfählen errichtet, das Haus liegt dann etwa 1 m über dem Erdboden, der Grundriss ist viereckig. Die Tür weist nach Osten, die Fenster nach Westen. Vr der Tür gibt es einen Balkon. In Waldgebieten werden Häuser oft aus Baumstämmen gezimmert. Meist wird der untere Hausteil aus Steinen errichtet und dann mit Holz weiter gebaut. Das Dach ist mit Holz gedeckt; auf ihm liegen viele Steine.

In Pagri werden oft ganze Steinhäuser gebaut. Sie haben schwarze Dachziegel und weiß geputzte Mauern. Die mit Balken konstruierten mehrstöckigen Wohnhäuser sind häufig im Westen, in der Mitte, im Norden sowie im Nordosten Tibets zu sehen. Sie alle haben flache Dächer. Die in den letzten Jahren in den Siedlungen der Weidegebiete gebauten Häuser ähneln diesen, sind aber meist einstöckig. Die Mauern der Wohnhäuser wurden mit Stelnen oder mit gestampfter Erde erbaut. Umfang und Konstruktionstyp sind je nach Region und örtlichen Bedingungen verschieden.

Mit Erhöhung des Lebensstandards werden mehr und mehr kleine Wohnhöfe in Städten und Vororten in Ost- und Südtibet gebaut, typisch dafür sind die Wohnhöfe in Lhasa. In den neuen Wohnhöfen werden oft um die Wohnhäuser herum Blumen und Bäume gepflanzt. Wegen ihres neuartigen Baustils, insbesondere, wenn sie gemütlich eingerichtete Zimmer, Wasser- und Stromanschluss haben, nennt man diese Bauten Villen. In solchen Wohnhöfen wird der traditionelle tibetische Baustil weiter entwickelt, was allgemein begrüßt wird.

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