Geschichte und Fakten
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Geschichte und Fakten

1. In Dunhuang aufbewahrte historische Bücher über Tubo

Die Sammlung der in Dunhuang aufbewahrten historischen Bücher über Tubo stellt, von den in Kupfer und Stein eingeritzten Aufzeichnungen abgesehen, wohl die frühesten schriftlichen Aufzeichnungen über Tubo dar. Dem Zufall ist es zu verdanken, dass diese historischen Bücher 800 Jahre in derselben Grotten in Dunhuang aufbewahrt waren, in der sich auch die tibetischen Sutras fanden.
 
Die Grotte mit tibetischen Sutras wurde an einem Tag im Jahr 1900 von einem daoistischen Priester entdeckt. Von 1905 bis 1909 wurden die Grotten von Russen, Engländern, Franzosen und Japanern geplündert, so dass zahlreiche historische Bücher und Kulturgegenstände ins Ausland gebracht wurden. Heute kann man diese historischen Originalquellen über Tibet nur in Archiven und Museen in Frankreich und Großbritannien besichtigen. Aber wir können uns über manche einschlägige Quelle aus von ausländischen Gelehrten veröffentlichten Büchern informieren.
 
Die Sammlung der in Dunhuang aufbewahrten historischen Bücher über Tubo enthält Aufzeichnungen über das politische und militärische Leben der frühesten tibetischen Stämme und über verschiedene Sitten und Bräuche. Insbesondere enthält sie Aufzeichnungen über Details aus dem Leben vor 1300 Jahren, die für moderne Menschen kaum vorstellbar sind. Solche Beschreibungen sind auch in historischen und religiösen Schriften enthalten, aber die buddhistische Färbung verschleiert die historischen Tatsachen. Nun wollen wir sehen, wie der früheste Sibuye-Stamm, heute ,,Yarlung-Stamm“ genannt, in der Sammlung dargestellt ist.
 
Die Sammlung der in Dunhuang aufbewahrten historischen Bücher über Tibet enthält nur sechs Passagen über das Leben der Tsanpos. Dies sind: Kurzbiographie von Zhigung-Tsanpo, Kurzbiographie von Dabo Nyisai-Tsanpo, Kurzbiogrphie von Nari Lhuntsan, Kurzbiographie von Songtsan Gampo, Kurzbiographie von Tride Songtsan und Tride Zutsan und Kurzbiographie von Trisung Detsan. Wir wissen, dass der Yarlung-Stamm insgesamt 32 Oberhäupter hatte und die Tubo-Dynastie neun Tsanpos umfasste. Dabei war Songtsan Gampo der letzte Führer des Yarlung-Stammes und der erste Tsanpo der Tubo-Dynastie. Die sechs Kurzbiographien teilen diese ganze Geschichte in sechs Perioden ein. In der Tat wecken sie unsere Vorstellung von Tibet in alter Zeit. Die tibetischen Geschichtsschreiber späterer Zeiten interpretierten diese knapp verfaßten Bibiographien immer wieder neu. Aus der Sicht gewöhnlicher Leser handeln diese überlieferten Geschichten von Machtkämpfen und Kriegen, denn die verschiedenen Stämme von Yarlung wurden gerade durch heftige Kämpfe und Kriege vereinigt, was der Wirtschaft und Kultur zu einem großen Entwicklungsschub verhalf. Die Menschen fingen an, metallurgische Techniken zu entwickeln und gewannen Silber, Kupfer und Eisen. Sie konnten damals außerdem Möbel und Waffen herstellen, legten Kanäle an und bauten Bewässerungsanlagen. Nach einer Reihe von Feldzügen etablierte sich die mächtige Tubo-Dynastie. Sie war die erste politische Macht, die das weite, schneebedeckte Gebiet unter einer Herrschaft vereinigte.
 
2. Kontakte zwischen Tibetern und Han-Chinesen und die Prinzessin Wencheng

Wann die ersten Begegnungen zwischen Tibetern und Han-Chinesen stattfanden, lässt sich aus den historischen Schriften nicht mehr feststellen, allerdings nahmen die Kontakte in der Zeit der Tubo-Dynastie zu, auch wenn sie zumeist kriegerischer Natur waren. In jener Zeit wurden zahlreiche – über 500 – Kriege geführt, aus denen beide Seiten mal als Sieger, mal als Verlierer hervorgingen. Hervorgingen. Durch die Kriege lernten sie sich näher kennen, und Prinzessin Wencheng und Prinzessin Jincheng wurden nach Tibet verheiratet. Für die Eheschließung gab es verschiedene Faktoren, es ging aber in erster Linie um eine politische Allianz. Diese Ehen wurden als ,,Ehen der Harmonie“ bezeichnet. Während der Tang-Dynastie (618-907) wurden der Historiographie zufolge 15 Prinzessinen in Folge in die westlichen Grenzregionen verheiratet. Heute würde man sagen, dass sie in die abgelegenen, von nationalen Minderheiten bewohnten Gebiete verheiratet wurden. Damals war die Eheschließung einer Prinzessin der Tang-Dynastie mit einem Tubo-Führer eine bedeutende Angelegenheit, deshalb wurde sie in tibetischen Geschichtsbüchen und in den volkstümlichen Überlieferungen ausführlich aufgezeichnet.
 
Seit über 1300 Jahren wird die Geschichte um die Eheschließung der Prinzessin Wencheng überliefert. Sie klingt sagenhaft und interessant:
 
Damals war die im Osten befindliche große Tang-Dynastie ein hoch angesehener Staat. Vor der Prinzessin Wencheng hatte der Kaiser Taizong die Prinzessin Honghua an den Stamm Tuguhun der Xianbei-Nationalität und Prinzessin Hengyang an die Tujue-Nationalität verheiratet. Der tibetische Führer wollte den anderen nicht nachstehen und entsandte Botschafter zum Kaiser mit dem Auftrag, um eine Ehe mit der Prinzessin zu bitten. Der Kaiser der mächtigen Tang-Dynastie kam dieser Bitte allerdings nicht nach, worauf Songtsan Gampo, von Jähzorn ergriffen, zu Feldzügen aufbrach. Zuerst zog er gegen den Stamm der Tuguhun, und später drang er ins Territorium der Tang-Dynastie ein.
 
Songtsan Gampo stationierte seine Truppen im Westen von Songzhou und schickte ein Schreiben an den Kaiser der Tang-Dynastie. Darin hieß es: ,,Wir sind mit der Bitte um eine Ehe mit der Prinzessin hergekommen. Wenn mir der Kaiser die Prinzessin nicht verspricht, werde ich diese Ortschaft dem Erdboden gleichmachen.“ Eine Armee mit 200 000 Mann umzingelte die Stadt, stürmte sie ader nicht, sondern hielt die Drohung aufrecht, um der Bitte Nachdruck zu verleihen. Nachdem der Kaiser der Tang-Dynastie dies vernahm, erteilte er seine Zustimmung.
 
Wenn der erste Teil der Erzählung der historischen Tatsache noch einigermaßen entspricht, handelt es sich beim zwiten Teil nur um eine volkstümliche Überlieferung. In der tibetischen Historiographie ist dieses Ereignis ausfuehrlich und in schoener Sprache festgehalten. Die Einstellung der tibetischen Bevölkerung zu diesem historischen Ereignis findet ihren besten Ausdruck in den volktümlichen Ueberlieferungen.
 
Im Jahr 640 entsandte Songtsan Gampo eine Begrüßungsdelegation mit Gar Dongtsan Yusung an der Spitze in die Hauptstadt der Tang-Dynastie, Chang’an, um dem kaiserlichen Hof einen Heiratsantrag zu überreichen. Dabei überbrachte er 5000 Teal Gold und Hunderte von Schmuckstücken.
 
In Chang’an hielten sich neben den tibetischen Gesandten auch indische, persische sowie Gesandte aus anderen Ländern zum gleichen Zweck auf. Es gab jedoch nur eine Prinzessin Wencheng, am Kaiserhof war guter Rat teuer. Letzten Endes dachte sich der Kaiser einen Intelligenzwettbewerb aus. Wer ihn gewann, würde die Prinzessin gewinnen. Dafür wurden mehrere Aufgaben gestellt: Bei der ersten Aufgabe wurde verlangt, einhundert Stuten und einhundert Fohlen sowie einhundert Hennen und einhundert Küken einander zuzuordnen. Die Frist betrug nur drei Tage.
 
Die Gesandten zerbrachen sich den Kopf, denn schließlich stand die Ehre ihres Landes auf dem Spiel. Es war noch keinem gelungen, als Gesandter Gar Dongtsan Zusung an die Reihe kam. Er ließ Trester auf den Boden streuen und die Hennen und Küken das Futter picken. Die Hennen gackerten, und allmählich pickten die Hennen mit ihren eigenen Küken zusammen. Plötzlich hallte ein Geierschrei vom Himmel, und die alarmierten Hennen streckten ihre Flügel aus, damit sich die Küken darunter versteckten. Im Nu verkrochen sich die Kueken unter den Flügeln ihrer Mütter. Anschließend ließ der tibetische Gesandte die Fohlen von den Stuten trennen und für einen Tag einsperren. Am nächsten Tag wurden die Stalltore geöffnet, es gab einen kurzen Aufruhr, doch bald kamen die Tiere zur Ruhe, und in aller Stille säugten die Fohlen bei ihren Müttern. Die geschickte Lösung dieser schwierigen Aufgabe löste Beifall aus.
 
Einige Tage später wurde den Gesandten eine neue Aufgabe gestellt: Sie sollten bei 100 Baumstämmen feststellen, welches Ende des Baumstamms zum Wurzelteil des Baums und welches Ende zum Wipfelteil gehörte. Wieder einmal fiel die Aufgabe vielen schwer. Der geschickte Gesandte aus Tibet jedoch ließ die Baumstämme ins Wasser werfen, und siehe da, das schwere Ende, das zum Wurzelteil gehörte, sank nach unten, während das leichtere Ende des Baumstamms, das offensichtlich zum Wipfelteil gehörte, über Wasser blieb. Die nächste Aufgabe bestand darin, einen dünnen Faden durch ein gewundenes Loch mit neun Biegungen in einer Edelsteinkugel zu führen. Dazu ersann der tibetische Gesandte wieder eine geniale Lösung: Er ließ ein Pferdeschwanzhaar an eine Ameise binden, die führte es schell durch das Zick-Zack in der Kugel und brachte es am anderen Ende heraus.
 
Damit war die Prüfung aber noch nicht abgeschlossen. Eine weitere Aufgabe verlangte, dass hundert Bewerber innerhalb eines Tages hundert Schafe schlachten, hundert Pfund Schnaps trinken, das Lammfleisch aufessen und die Lammfelle gerben und am Schluss das Gelände von jeglichem Schmutz säubern, so dass keine Spur zu sehen ist. Niemand fühlte sich in der Lage, diese Aufgabe zu bewältigen, da trat wieder Gar Dongtsan hervor und stellte sich der Prüfung. Er veranstaltete in der chinesischen Hauptstadt ein großes Fest und ließ die 100 Schafe schlachten. Danach gerbten die Festteilnehmer bei Gesang und Tanz die Schaffelle auch noch gleich. Bei Sonnenuntergang war das Fleisch aufgegessen und der Schnaps ausgetrunken. Und die hundert Schaffelle waren auch sauber bearbeitet. Durch diese Veranstaltung wurde nicht nur das handwerkliche Geschick der Tibeter zur Schau gestelle, sondern auch ihr schöner Gesang und Tanz wurden dargeboten.
 
Nach der Lösung dieser Aufgaben standen die Gesandten der schwersten gegenüber. Sie sollten Prinzessin Wencheng unter 500 gleichgekleideten Prinzessinen bzw. Hofdamen erkennen. Unter den Gesandten hatte keiner Prinzessin Wencheng je gesehen. So ließ der tibetische Gesandte seine Gefolgsleute sich nach Aussehen, Figur und Eigenschaften der Prinzessin erkundigen. Zwei Tage später verfügte er bereits über die notwendigen Informationen.
 
An diesem Tag waren die wichtigsten Hofbeamten um den Kaiser versammelt, der über die schwiergiste Prüfung wachte. Prächtig gekleidet stellten sich die Prinzessinen und Hofdamen in eine Reihe und sahen so aus, als ob sie gerade vom Himmel niedergestiegen wären. Vor den versammelten Schönheiten wurde einem leicht schwindlig, aber der tibetische Gesandte bewahrte einen klaren Kopf. Er hielt einen Pfeil in der Hand, betrachtete sorgfältig die Hofdamen, und als er die 49. Hofdame zählte, insbesondere als er das Muttermal an ihrem Ohr sah, führte er sie vor den Kaiser.
 
Der Kaiser der Tang-Dynastie zollte dem tibetischen Gesandten große Anerkenung. Im Frühling des 15. Jahres der Regierung Zhenguan brach die Prinzessin von Chang’an nach Lhasa auf.
 
Das war der Beginn der Geschichten um Prinzessin Wencheng. Die Geschichten, Sonne-und-Mond-Berg, Der Bau des Jokhang-Klosters durch die Prinzessin, Die Prinzessin führt Vieh auf die Weide, Die Prinzessin webt Stoffe werden immer wieder in tibetischen Volksliedern, Dramen und volkstümlichen Erzählungen erzählt. Prinzessin Wencheng bildet ein ewiges Thema. Es ist leicht verständlich, dass hinter diesen volkstümlichen Überlieferungen lange freundschaftliche Beziehungen zwischen Tibetern und Han-Chinesen stehen.
 
Kommt Prinzessin Wencheng als wichtiges Thema für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Tibetern und Han-Chinesen häufig in mündlichen Überlieferungen vor, so gibt es noch einen strengeren Beweis für diese freundlichen Beziehungen: die berühmte Steintafel zur Bündnisschließung zwischen Tubo und der Tang-Dynastie, auch ,,Gedenktafel für das Onkel-Neffe-Bündnis“ genannt.
 
3. Die Steintafel zur Bündnisschließung zwischen Tubo und der Tang-Dynastie

Das Jokhang-Kloster ist eine heilige Stätte für Gläubige des tibetischen Buddhismus and ist das ganze Jahr hindurch in Weihrauch gehüllt. Die großen Steinplatten am Tor sind von den Händen der Gläubigen glatt und glänzend gerieben. Und die Steintafel zur Bündnisschließung zwischen Tubo und der Tang-Dynastie steht schon seit tausend Jahren und ist bis heute gut erhalten geblieben.
 
Als ich sie zu Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts zum ersten Mal sah, war sie noch nicht durch eine Mauer eingeschlossen, die Schriftzeichen waren nur noch knapp erkennbar, was aber nicht bedeutet, dass die eingehauenen Schriftzeichen erodiert waren, vielmehr lag es daran, dass man die Steintafel mit Rahm bestrichen hatte, zudem hatte man viele Münzen darauf geklebt. Damals staunte ich nicht so sehr über die lange Geschichte dieser Steintafel, sondern richtete meine Aufmerksamkeit auf die merkwürdige Zeremonie der Bestreichung mit Rahm. Ich ging einige Runden um die Steintafel herum und stellte fest, dass ein Teil der Steintafel im Boden steckte. Ich dachte, dass bei der Aufstellung dieser Steintafel ein Teil in die Erde eingegraben worden war. Erst später erfuhr ich von einem Achäologen, dass diese Steintafel auf einem großen Sockel in Form einer Schildkröte stand. Nur hat sich im Lauf der Jahrhunderte die Erdoberfläche in Lhasa um zwei Meter erhöht. So ist nur ein Teil der Steintafel sichtbar. Heute steht die Steintafel immer noch vor dem Jokhang-Kloster, allerdings von einer Mauer umgeben.
 
Jetzt sprechen wir mal über Herkunft und Bedeutung der ,,Gedenktafel für das Onkel-Neffe-Bündnis“.
   
Im Jahr 704 trat Tride Tsugtan die Nachfolge von Songtsan Gampo an. Er entsandte ebenfalls einen Gesandten nach Chang’an, um eine Ehe mit einer Prinzessin der Tang-Dynastie zu schließen. Nachdem er sich lange Zeit bemüht hatte, versprach der Kaiser, die Prinzessin Jincheng an ihn zu verheiraten. Im Jahr 710 zog die Prinzessin nach Tibet. Die diesmalige Eheschließung war nach der Eheschließung von Songtsan Gampo und Prinzessin Wencheng ein weiteres wichtiges Ereignis in den Beziehungen zwischen Tibetern und Han-Chinesen.
 
Über die Onkel-Neffe-Beziehungen gibt es viele interessante Geschichten. Einer Überlieferung zufolge bekam die Prinzessin Jincheng ein Kind, das aber kurz nach der Geburt einer Konkubine zur Betreuung übergeben wurde. Einige Zeit später behauptete diese jedoch, das Kind sei nicht das Kind von Prinzessin Jincheng, und die beiden gerieten bald in Streit. Als das Kind seinen ersten Geburtstag feierte, lud Tride Tsugtan Freunde und Verwandte zu einem Bankett ein und sagte: ,,Das Kind ist bereits ein Jahr alt, hat aber noch keinen Onkel. Lassen wir es heute seinen Onkel finden.“ Darauf hin küsste er das Kind, gab ihm einen Becher mit Wein in die Hand und sagte ihm: ,,Wenn du deine wahre Mutter haben möchtest, musst du zuerst deinen richtigen Onkel kennen. Geh los und suche ihn!“
 
Daraufhin wurden die Gäste aus der Familie Nanang und die Gäste aus der Familie Jincheng ziemlich aufgeregt. Die Verwandten der Konkubine wussten genau, dass der kleine Prinz von heute später der König würde. Ihn zu verlieren bedeutete, die zukünftige Macht zu verlieren. Deshalb riefen sie dem Kind zu und bekleideten es mit einem Umhang. Manche lockten das Kind mit bunten Spielzeugen: ,,Komm zu zuns! Komm zu deinem Onkel!“
 
Den Kelch in der Hand, sagte der kleine Prinz zu den Familienangehörigen der Konkubine Nanang: Ich, Trisung Detsan, bin ein guter Neffe der Han-Chinesen, wie kann jemand aus der Familie der Konkubine Nanang mein Onkel sein?“ So ging er zu seinem richtigen Onkel bei Han-Chinesen und gab ihm den Becher.
 
Bei diesen Worten kamen Prinzessin Jincheng die Tränen und sie rief:,,Mein Sohn, mein Sohn!“
 
Dieser Neffe wurde später der 5. Gampo: Trisung Detsan.
 
Dieses Onkel-Neffe-Verhältnis fand in verschiedenen Schriften Niederschlag. In einer Eingabe an den Kaiser der Tang-Dynastie, Li Longji, schrieb Trisung Detsan: ,, .... der Neffe hat einen Onkel in der Verwandtschaft des früheren Kaisers, zumal er von Prinzessin Jincheng in die Welt gesetzt wurde. So schließen wir uns zu einer Familie zusammen. Dadurch werden die Menschen auf Erden in Frieden und Glück leben.“ Die Wendun ,,wir haben uns zu einer Familie zusammengeschlossen“ findet sich auch in dem Text, der in die Gedenktafel eingemeißet wurde.
 
In jener Zeit waren die Beziehungen zwischen Tubo und der Tang-Dynastie dadurch gekennzeichnet, dass einerseits Vertreter an den kaiserlichen Hof der Tang-Dynastie entstand wurden, um Tribute zu entrichten und Friedensverhandlungen zu führen, andererseits kam es mehrmals zu militärischen Konfrontationen. Nachdem Kaiser Muzong den Thron bestiegen hatte, wurde durch mehrmalige Verhandlungen erreicht, dass zum langfristigen Frieden ,,das Datum des Beschlusses in die Steintafel eingraviert werde“. Von 706 bis 822 wurden achtmal Bündnisberatungen zwischen Tubo und der Tang-Dynastie geführt. In die 823 aufgestellte Gedenktafel wurde der Beschluss der Bündnisschließung auf der 8. Bündnisberatung eingehauen.
 
Im Jahr 821 entsandte der 8. Tsampo Tri Rabajun seinen Vertreter Lunaro nach Chang’an, um mit der Tang-Dynastie über eine Bündnisschließung zu verhandeln. Die Bündnisberatung fand im September im westlichen Vorort von Chang’an statt. Im Jahr 822 wurde in Lhasa eine Bühne errichtet, auf der in Anwesenheit der höchsten religiösen Führer auf das Bündnis geschworen wurde. Im Jahr 823 wurde die Steintafel errichtet, und der Kaiserhof der Tang-Dynastie entsandte hohe Beamte zur Teilnahme an der Einweihung der Gedenktafel, die 342 cm hoch, 82 cm bereit und 32 cm dick ist. Das Dokument der Bündnisschließung wurde auf Chinesisch und Tibetisch abgefasst und in die Steintafel eingehauen. Die Namen und Ämter der tibetischen Vertreter und der Vertreter des Kaiserhofs der Tang-Dynastie wurden ebenfalls auf diese Weise festgehalten. Außerdem ist noch eine auf Tibetisch abgefasste Darstellung der langen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Tubo und der Tang-Dynastie sowie der Bedeutung des 823 in Chang’an und in Lhasa geschlossenen Bündnisses auf die Rückseite der Steintafel eingraviert. Im Text zur Bündnisschließung steht eingraviert: ,,Heute sind der Staat und die Gebiete zur großen Harmonie vereinigt. Auf der Grundlage freundschaftlicher Beziehungen zwischen Onkel und Neffe werden gutgesinnte Botschaften, wenn immer nötig, über gegenseitige Läuferpost übermittelt. Der langfristige Verkehr erfolgt auf dem gewohnten Weg. In der Zwischenstation im Jiangjun-Tal werden die Güter ausgetauscht. Östlich von Suirongsa wird die Versorgung vom Tang-Hof übernommen, und westlich des Kreises Qingshui von Tubo. Es werden die Höflichkeitsformen zwischen Onkel und Neffen eingehalten, Neffen eingehalten, auf dass weder Staub noch Rauch an den Grenzen aufsteige, keines Räubers Name gehört werde und keiner unter Angst und Schrecken leide. Die Befestigungen werden abgebaut und Frieden wird über Äckern und Dörfern sien. Die Gunst dieses Unternehmens wird für tausende Generationen weiter bestehen, und das Lob darüber wird sich unter dem Himmel verbreiten.“
 
Historischen Aufzeichungen zufolge wurde mit der Errichtung der Steintafel den Streitigkeiten zwischen Tubo und dem Kaiserhof der Tang-Dynastie ein Ende gesetzt.
 
Es mag sein, dass Historiker unter verschiedenen Gesichtspunkten unterschiedliche Aussagen zur tibetischen Geschichte machen. Aber wie die Geschlichte von Wencheng, so erinnert diese Gedenktafel heute die Tibeter und Han-Chinesen daran, dass ihre Vorfahren, gerade weil sie die kriegerischen Auseinandersetzungen aufgaben, eine Onkel-Neffe-Beziehung aufbauten, die eine verwandtschaftliche Nähe für die späteren Generationen bedeutete.
 
4. Handelskontakte über den ,,Tee- und Pferde-Pfad“

Menschen, die Tibet besucht haben, sind oft von der Gewohnheit der Tibeter, Tee zu trinken, überrascht, weil in tibetischen Gebieten nur sehr wenig Tee angebaut wird. Tee ist im tibetischen Alltagsleben für Männer und Frauen, für Alt und Jung ein unentbehrliches Genussmittel. Die Tibeter selber sagen, dass man einen Tag ohne Essen durchaus aushalte, aber nicht ohne Tee. Daraus wird ersichtlich, wie wichtig ihnen die im Lauf von Jahrhunderten geformte Sitte des Teetrinkens ist.
 
Tee soll im 5. Jahrhundert nach Tibet gebracht worden sein. Damals war das Teetrinken in der Tubo-Gesellschaft noch nicht verbreitet. Tee wurde als kostbares Arzneimittel von Adligen gesammelt. In der Sammlung von historischen Abhandlungen über Begegnungen von Tibetern und Han-Chinesen steht geschrieben: ,,Mönche aus dem Landesinneren kennen sich gut in der Zubereitung von Tee aus, später hat König Garmi das Zubereiten von Tee von Möchen aus dem Landesinneren gelernt, und Mizha Gungbo hat es wiederum von König Garmi gelernt. So wurde es allmählich verbreite.“ Am Anfang wurde die Sitte des Teetrinkens am Hof und in Klöstern befolgt, als aber Lang Darma an die Macht kam und die buddhistischen Mönche verfolgte, flohen sie aus den Klöstern. Dadurch wurde die Sitte unters Volk gebracht. Tee stillt den Durst rasch, fördert die Verdauung, mindert Müdigkeit und löst Fett auf. Damit deckten sich seine Wirkungen genau mit den Bedürfnissen der Tibeter und er wurde sehr beliebt. Das war der Beginn der Verbreitung des Tees unter den Tibetern.

In der ausgehenden Tang-Dynastie traten die Beziehungen zwischen Tubo und dem Kaiserhof der Tang-Dynastie in eine neue Phase des stabilen Friedens ein. In der Tang-Dynastie wurde Tauschhandel von Textilien und Tee aus dem Landesinneren gegen Pferde und Rinder aus Tibet betrieben. Der Handel in Gansu und Sichuan war rege. Parallel zur berühmten Seidenstraße entstand in dieser Zeit der ,,Tee-und Pferde-Pfad“. Historsichen Aufzeichnungen zufolge wurde nach der Rebellion von An Lushan und Shi Siming der Handel mit Tee und Pferden in großem Umfang über Gansu und Qinghai abgewickelt, und große Mengen von Tee wurden nach Tibet transportiert.
 
In der Tang-Dynastie befand sich der Handel mit Tee und Pferden allerdings noch in der Anfangsphase. Betrieben wurde er hauptsächlich von Beamten, die dem Kaiserhof Tributzahlungen ablieferten. Sie waren keine gewöhnlichen Händler. In der Zeit der Fünf Dynastien (907-960), der Song-Dynastie (960-1279) und der Jin-Dynastie (1115-1234) wurden weite Gebiete westlich des Gelben Flusses in Gansu von Tibetern und anderen nationalen Minderheiten besetzt. In der Song-Dynastie bestand mit dem Kaiserhof ein reger Austausch von ,,Tributen und Beschenkungen“, wobei es sich hauptsächlich um Pferde und Tee handelte. Für diesen Handel wurden auch Märkte errichtet, und in Sichuan wurde eigens für den Handel mit Tee und Pferden eine Verwaltung eingerichtet. Dadurch entwickelte sich der traditionelle Handel mit Tee und Pferden zu einem amtlich verwalteten Handel, womit eine neue Zeit begann. 1372 wurde am Hof der Ming-Dynastie (1368-1644) eine Verwaltungsstelle eingerichtet, die eigens für den Tausch von Pferden und Tee zuständig war. Damals hatte der Handel mit Pferden und Tee zwei Merkmale: Einmal konnten Pferde als Abgaben geliefert werden, zum anderen konnten Pferde als Tribute überreicht werden. In der Ming-Dynastie wurden die Führer der lokalen Machtgruppen geadelt. Die geadelten Beamten überreichten meistens Pferde als Tribute, dafür bekamen sie Tee als Geschenke vom Kaiserhof. Erst nach langer Zeit erkannten auch Händler die Geschäftschancen. Sie traten beim Handel mit Tee und Pferden allmählich an die Stelle der tributpflichtigen lokalen Führer.
 
Der Handel mit Tee und Pferden war sowohl eine wirtschaftliche als auch eine politische Aktivität. Er trug zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Austausch bei und förderte zugleich die Entwicklung des Verkehrs. Die Händler, die mit Tee und Pferden handelten, erschlossen Schritt für Schritt die alten Wege durch Sichuan, Gansu, Qinghai und Tibet. Damit wurde eine Grundlage für die Wege der Läuferpost und zur Überreichung von Tributen in späteren Zeiten geschaffen.
 
5. Das Sakya-Kloster und Pagpa

Während der Blütezeit der Tubo-Dynastie war Sakya eine unbekannte Ortschaft. Im 9. Jahrhundert jedoch begannen die Tubo-Herrscher, Buddhisten zu verfolgen, und lösten damit Sklavenaufstände aus, die schließlich zum Zusammenbruch der Dynastie führten. In dieser Zeit erhielt das weite Gebiet des Drongchu-Tals eine historische Chance. 1073 baute ein ortsansässiger, mächtiger Stamm mit von ihm gesammelten Geldmitteln das Kloster Gurong, das später den nördlichen Teil des Sakya-Klosters bildete. Damit begann auf der historischen Bühne Tibets ein glänzendes und spannendes Kapitel.
 
Sakya konnte durch die Religion seine politische Kraft stärken. Nach sorgfältiger Vorbereitung durch die Vorgänger nahm Sakya in der Periode von Sapan Gunggar Gyaincain (1182-1251) konkrete Formen an und stieg zu einer bedeutenden Sekte des frühen tibetischen Buddhismus auf. Der Nordteil des Klosters wurde in dieser Zeit renoviert, und viele buddhistische Schüler fanden sich hier ein. Das Kloster wurde im 13. Jh. zu einem wichtigen Zentrum der Sakyapa-Sekte. Das Nordkloster, das einen beträchtlichen Umfang aufwies, wurde am Fuß des Bergs Bori gebaut. Es enstand im Lauf der Zeit am Berghang ein großer Baukomplex, der Buddha-Hallen, Wohnstuben und einen Pagodenwald umfasste. Er verkörpert die architektonische Besonderheit der Bauwerke des früheren tibetischen Buddhismus, Bauwerke am Berghang zu bauen. Im Laufe von etwa 200 Jahren, von Gonggoi Ngapo bis Pagpa, wurde das Nordkloster immer wieder renoviert und erweitert, so dass es schließlich 28 Buddhahallen hatte. Mit der Erweiterung der politischen Macht wurde, ebenfalls im Gebiet des Drongchu-Tals, das geräumige Südkloster gebaut. Das war für die damalige Zeit ein grandioses Unternehmen.
 
Sicherlich wäre eine solche Unternehmung ohne Unterstützung durch die Zentralregierung nicht denkbar gewesen. Eine geschichtliche Darstellung, wie ausführlich sie auch immer sein mag, vermag die historische Realität nicht restlos wiederzugeben. Die wichtigsten Begebenheiten werden in den Historiographien allerdings immer wieder erwähnt. Als der mongolische General Duodanabo in den Jahren 1239/40 Feldzüge in Tibet führte, übte er in der kurzen Zeit einen großen Einfluß aus. Als die mongolischen Truppen die Jin-Dynastie gestürzt und Zentralasien unter ihre Herrschaft gebracht hatten, müßten die lokalen Machtgruppen, auch wenn sie in abgelegenen Gebieten lebten, etwas davon gehört haben. Als der General Dorda Npapo mit einem Schreiben von Godan abermals nach Tibet fuhr, blieb Tibet nichts anderes übrig, als sich zu unterwerfen.
 
Dorda Npapo und Jieman erreichten das Sakya-Kloster, dessen 4. Abt Sakya Pandita damals bereits 63 war. Es war schwierig, unter den damaligen Verkehrsbedingungen von Tibet nach Liangzhou (heute Wuwei, Provinz Gansu) zu gelangen, aber dem Schreiben von Godan war zu entnehmen, dass diese Reise zwingend unternommen werden mußte. Der Zeitpunkt konnte auch nicht verschoben werden. So entschloss er sich, mit seinen Neffen Pagpa und Chana Dorje über Lhasa zum vorgesehenen Ort zu gehen.
 
Sakya Pandita machte sich also mit seiner Gefolgschaft auf den Weg. Die Reise zog sich durch hohe Berge und weites Steppenland, durch heiße Sommer und kalte Winter. Erst nach zwei Jahren erreichten sie Liangzhou. Zu diesem Zeitpunkt aber nahm Prinz Godan an der Feier zur Thronbesteigung teil. Erst im 1. Monat des darauf folgender Jahres trafen sie sich.
 
In Liangzhou wurde eine Vereinbarung über die Eingliederung Tibets in das mongolische Reich erzielt und es wurden die entsprechenden Bedingungen ausgehandelt. Danach richtete Sakya Pandita einen offenen Brief an die geistlichen und weltlichen Führer in Tibet. Das ist das bekannte Schreiben Sakya Panditas an die Einwohner von Tubo.
 
Im Brief schilderte den freundlichen Empfang durch Godan und pries seinen buddhistischen Glauben und seine Frömmigkeit. Ferner riet er den geistlichen und weltlichen Führern und den Ein wohnern Tibets, sich der mongolischen Herrschaft zu unterwerfen, die Vor- und Nachteile dieser Lösung in Betracht zu ziehen und keine unrealistischen Gedanken zu hegen. Sie sollten sich dazu bekennen, mongolische Untertanen zu sein. Weiter gab er bekannt, dass die weltlichen Verwaltungsangelegenheiten von Mongolen kontrolliert, die religiösen Angelegenheiten im Auftrag von Mongolen von Führern der Sakya-Sekte verwaltet würden. Unter dieser Voraussetzung konnten Beamte und Priester ihre Posten behalten, sie würden aber von den Vertretern der mongolischen Herrschaft gemäß dem mongolischen Verwaltungssystem als Verwalter militärischer und ziviler Angelegenheiten erneut ernannt werden. Diejenigen, die sich ergeben wollten, sollten drei Formulare erstellen: ein Formular mit der Namen der Lokalbeamten, ein Formular mit Angaben über die Einwohnerzahl und ein Formular mit Angaben über die Höhe von Tributen. Diese Formulare sollten je in drei Exemplaren erstellt werden. Das eine war Godan zu überreichen, das andere dem Sakya-Führer und das dritte konnten die Lokalbeamten selbst aufbewaren. Es war eindeutig anzugeben, wer sich ergeben hatte und wer nicht, damit die mongolischen Truppen, die später in Tibet stationiert würden, zwischen den beiden Gruppen unterscheiden konnten. Die Tibeter, die sich ergeben hatten, würden geschützt, und die Tibeter, die sich nicht ergeben hatten, würden bekämpft. Im Schreiben wies Sakya Pandita die Tibeter überdies darauf hin, wie man mit Mongolen umgehen sollte, und listete außerdem die Tribute auf, die die Mongolen mochten. Am Schluß erwähnte er noch die Bedeutung der Überreichung von Gold zur Erfreuung der mongolischen Herrscher. Dieses Schreiben wurde von den geistlichen und weltlichen Führern sowie den Menschen auf verschiedenen Ebenen respektiert und befolgt. Es ist ein wichtiges Dokument darüber, dass sich Tibet freiwilig in die große, aus verschiedenen ethnischen Gruppen zusammengesetzte Familie des Vaterlandes eingliedern wollte.
 
Die Unterredung zwischen Sakya Pandita und Godan, dem Enkel Dschingis Khans, im Jahr 1247 führte dazu, dass Tibet ohne kriegerische Auseinandersetzungen in die Verwaltung der Zentralregierung der Yuan-Dynastie eingegliedert wurde. Die Zentralregierung der Yuan-Dynastie bestimmte die Ordnung, gliederte Tibet in 13 Wanhu-Verwaltungseinheiten, errichtete eine Läuferpost und übte die Regierungsgewalt aus. Außerdem wurden die Mönche des tibetischen Buddhismus höflich und gemäß den Riten behandelt. Der mongolische Kaiser ernannte den Neffen des Führers der Sakyapa-Sekte, Pagpa, zum kaiserlichen Lehrmeister. In der kaiserlichen Ernennungsurkunde heißt es: ,,Er ist dem Kaiser untergeordnet und assistiert bei der Verwaltung. Als Heiliger hat er die vollendete Tugend erreicht und hat ein umfassendes, hohes Bewusstsein und echte Weisheit erlangt. Er wird bei Staatasangelegenheiten assistieren. Er ist der ,große Dharmakönig‘ und der ,Buddha-Jünger des westlichen Himmels‘ sowie der Staatslehrmeister der Großen Yuan-Dynastie.“ In der Yuan-Dynastie wurde in der Zentralregierung ein Amt für religiöse Angelegenheiten und Angelegenheiten Tibets eingerichtet, und der kaiserlichen Ernennung entsprechend führte Pagpa die Verwaltung der buddhistischen Angelegenheiten des ganzen Landes. Mit Unterstützung der Zentralregierung wurde in Sakya 1275 eine lokale Vertretung der Zentralregierung gegründet, die bei der Umsetzung der Tibet betreffenden politischen Richtlinien assistierte. In Sakya war die weltliche und geistliche Macht vereinigt, und dies markierte den Anfang der Theokratie in Tibet. Darüber gab es ein kaiserliches Dekret: ,,In den letzten über einhundert Jahren erfuhr, in Folge der kaiserlichen Dekrete, die buddhistische Lehre einen großen Aufschwung, und die weltlichen Verordnungen werden in Einklang mit der buddhistischen Lehre verkündet. So wurde dieses Amt eingerichtet, das die Verwaltung Tibets auf die geistliche und die weltliche Ordnung stützt.“
 
6. Die in Beijing geschnitzte und gedruckte Yongle-Ausgabe des Tripitaka in tibetischer Sprache

1994 wurde eine Nachricht über Rundfunk verbreitet, die in der ganzen Welt große Aufmerksamkeit erregte. Das überprüfte und kollationierte Tripitaka in tibetischer Sprache wurde mit der finanziellen Unterstützung der chinesischen Zentralregierung herausgegeben. Die Feier zur Veröffentlichung fand in der Großen Halle des Volkes in Beijing statt, und ich nahm daran teil. Der Einband ist aus Schafleder, gedruckt wurde mit moderner Technik. Während vieler Jahre hatten sich einige Dutzend Experten um eine vollständige Ausgabe des Tripitaka in tibetischer Sprache bemüht. Sie hatten viele Ausgaben überprüft und kritisch verglichen. Das Tripitaka in tibetischer Sprache wurde vor 600 Jahren mit der finanziellen Unterstützung der Zentraleregierung der Ming-Zeit gedruckt.
 
Im achten Jahr der Regierung Yongle der Ming-Dynastie, also im Jahr 1410, schickte Kaiser Zhu Di einen Sondergesandten namens Hou Xian nach Tibet, um das handgeschriebene Tripitaka (bestehend aus den zwei Teilen Ganggyur und Dangyur) nach Nanjing zu bringen, wo es zum ersten Mal gedruckt wurde. Diese gedruckte Ausgabe umfasste 108 Bände. Auf der Titelseite stand ein Inhaltsverzeichnis in vergoldeter chinesischer und tibetischer Schrift. Die Sutras darin waren in Rot gedruckt und zusammenklappbar. Die Exemplare der ersten Ausgabe wurden als Geschenke für die Führer der drei Sekten des tibetischen Buddhismus, nämlich der Sakyapa-, der Gelugpa-und der Kagyupa-Sekte angefertigt. Noch bis heute wird ein Exemplar im Sera-Kloster aufbewahrt.
 
Unter der Herrschaft der Ming-Dynastie waren die Gesellschaft und die Wirtschaft in Tibet relativ stabil. Auch die kulturelle Entwicklung erreichte eine Blütezeit. In dieser Periode machten Geschichtswissenschaft, Sprachwissenschaft, Literatur, tibetische Medizin und Zeitrechnung große Fortschritte. Dabei nahmen die Abschrift und der Druck des Tripitaka in tibetischer Sprache eine wichtige Stellung ein.
 
Das Tripitaka ist der buddhistische Kanon. Ganggyur und Dangyur sind die zwei Bestandteile des Tripitaka in tibetischer Sprache. Das Ganggyur umfasst das Winaja-, das Sutta- und das Abhidhamma-Pitaka sowie eine Fortsetzung. Darin sind die Worte Schakjamunis und die ursprünglichen buddhistischen Doktrinen aufgezeichnet, u.a. wichtige Materialien über die indische Geschichte, Religion, Philosophie und Kultur in alter Zeit. Das Dangyur enthält Erläuterungen zum Ganggyur von Indologen und Tibetologen sowie Werke einiger Übersetzer. Sie beziehen sich auf viele Bereiche Wie Philosophie, Literatur, Kunst, Sprachwissenschaft, Astronomie, Medizin, Architektur und sind eigentlich eine klassische Enzyklopädie in tibetischer Sprache.
 
Die Holzdrucke des Tripitaka entstanden in der Ming-Dynastie. Die Yongle-Ausgabe war der älteste von ihnen. Später verbesserte sich die Holzdrucktechnik in Tibet, und in vielen großen Klöstern in Tibet, Sichuan, Qinghai und Gansu wurden Institutionen für den Druck der Sutras eingerichtet. Neben der Yongle-Ausgabe sind die folgenden Ausgaben bis heute überliefert:
 
Die Wanli-Ausgabe: Sie wurde im 33. Regierungsjahr des Ming-Kaisers Wanli (1605) in Beijing in schwarzer Tinte gedruckt. Sie umfasst insgesamt 150 Bände, 42 Bände mehr als die Yongle-Ausgabe.
 
Die Lijiang-Litang-Ausgabe: Im 37. Regierungsjahr des Kaisers Wanli bot Mu Zengyan, Stammeshäuptling des Verwaltungsbezirks Lijiang in der Provinz Yunnan, dem sechsten lebenden Buddha der Rotmützen-Sekte von der Karmapa-Schule, Qugyi Wangqug, an, die Leitung des Drucks des tibetischen buddhistischen Kanons auf der Grundlage des Ganggyur von Tshalpa zu übernehmen. Aus diesem Grund wurde sie Lijiang-Ausgabe genannt. Später wurden die Druckplatten von einem militärischen Führer nach Litang geschafft. Daher der Name ,,Litang-Ausgabe“.
 
Die Beijing-Ausgabe: Sie wurde auf Befehl des Qing-Kaisers Kangxi geschnitzt. Darunter wurde das Ganggyur im 22. Regierungsjahr des Kaisers Kangxi (1683) und das Dangyur im 2. Regierungsjahr des Kaisers Yongzheng (1724) vollendet. Unter allen Ausgaben war sie am luxuriösesten. Leider wurde sie 1900 im Krieg mit den Verbündeten Streitkräften der Acht Mächte vernichtet.
 
Die Zhonyi-Ausgabe: Sie wurde im 60. Regierungsjahr des Qing-Kaisers Kangxi (1721) im Zhonyi-Kloster geschnitzt. Der 11. Stammeshäuplting Zhonyis war für das Ganggyur und der 14. Stammeshäuptling für das Dangyur zuständig. Der Inhalt war vollständig und der Druck war klar.
 
Die Dege-Ausgabe: Im 7. Regierungsjahr des Qing-Kaisers Kangxi (1729) übernahm Qoiso Dengba Cering, der 42. Stammeshäuptling Deges, die Leitung über das Schnitzen der Druckblöcke. Allein für das Ganggyur waren über 500 Schnitzer während fünf Jahren beschäftigt. Qoiso Dengba Cering starb noch vor der Fertigstellung des Dangyur. Sein Sohn führte die Arbeit fort.
 
Die Narthan-Ausgabe: Sie wurde auf Befehl des 6. Dalai Lama, Tsangyang Gyatso, unter Leitung eines Stammeshäuptlings namens Sangyi Gyamco geschnitzt. Die Arbeit für das Schnitzen und den Druck dauerte etwa 50 Jahre und war 1741 im sechsten Regierungsjahr des Qing-Kaisers Qianlong fertig. Sie umfasst insgesamt 225 Bände und wird bis heute im Kloster Narthan aufbewahrt.
 
Neben den oben erwähnten Ausgaben gibt es noch die La’gyab-Ausgabe, die Kulun-Ausgabe, die Potala-Ausgabe, die Qianlong-Ausgabe, die Lhasa-Ausgabe, die Qamdo-Ausgabe, die Labran-Ausgabe usw. Alle sind wertvolle Schätze der tibetischen Kultur.
 
Dank der ersten Holzdruckausgabe des Tripitaka in tibetischer Sprache am Anfang der Ming-Zeit wurde die Holzdrucktechnik in Tibet gefördert. Nicht nur die Sutras, sondern auch zahlreiche historische Werke wurden in der Folge gedruckt und verbreitet. Die Standardisierung der tibetischen Druckschriften und die Vereinigung der tibetischen Schriftsprache ist vor allem der Verbreitung und der Entwicklung der Holzdrucktechnik zu verdanken.
 
7. Hochkommissare in Tibet und die 29 Artikel der kaiserlichen Bestimmungen zur Behandlung der Nachwirkungen des kriegerischen Zwischenfalls in Tibet

Die Herrschaft der Qing-Dynastie über Tibet war aktiv und erfolgreicher als in den Dyastien davor. In über 300 Jahren schreckte die kaiserliche Regierung fremde Aggressoren ab und schlichtete interne Zwischenfälle. Nach dem Niederschlagen der Danjin-Rebellion fasste die kaiserliche Regierung im zweiten Regierungsjahr des Qing-Kaisers Yongzheng (1724) den Beschluss, zwei Hochkommissare nach Tibet zu schicken. Im Mai 1727 entsandte sie wieder zwei Hochkommissare namens Seng Ge und Ma La nach Tibet und ließ dort einen Amtssitz für sie errichten. Das Motiv war, den kaiserlichen Bevollmächtigten direkt die Zuständigkeit für die Erledigung der politischen Angelegenheiten in Tibet zu übergeben und damit die Herrschaft der Qing-Regierung über Tibet zu stärken. In den 13 Artikeln der Bestimmungen zur Behandlung der Nachwirkungen des kriegerischen Zwischenfalls in Tibet und den Kaiserlichen Bestimmungen zur Behandlung der Nachwirkungen des kriegerischen Zwischenfalls in Tibet wurde offziell festgelegt, dass der Qing-Hof zwei Hochkommissare nach Tibet entsenden würde. Sie sollten mit dem Dalai Lama und dem Panchen Lama die Angelegenheiten Tibets erledigen. Ihre Amtszeit dauerte drei Jahre. Zu ihren Aufgaben gehörten die Nachprüfung der finanziellen Einnahmen und Ausgaben, die Bestrfung von Veruntreuern, die Kontrolle des Rechtwesens und des Frondiensts, die Ausbildung militärischer Truppen, die Inspektion der Grenzen und das Erledigen auswärtiger Angelegenheiten.
 
Von 1727 bis 1911 entsandte die Zentralregierung der Qing-Dynastie 136 Hochkommissare nach Tibet. Neben den oben erwähnten Angelegenheiten waren sie auch für die Einsetzung der lokalen Beamten in Tibet zuständig. Außerdem leiteten sie die Reinkarnationszeremonie und die Einsetzungsfeier des Panchen Lama und des Dalai Lama sowie aller großen lebenden Buddhas. Sie waren die höchsten Beamten der Qing-Regierung in Tibet. Mit ihrer Hilfe wurde das Verwaltungssystem der ,,Kascha“-Regierung gegründet, die dem Ministerium für Angelegenheiten der Ethnien der Qing-Regierung unterstand.

Heute sind vom Amtssitz der in Tibet residierenden Hochkommissare keine Spuren mehr zu finden. Nur der Ortsname ,,Duosengge“ (Steinlöwen) erinnert in Lhasa noch daran. Ältere Menschen werden Ihnen sagen, dass sich der Name von den Steinlöwen vor dem Amtssitz herleitet.
 
Nach dem großen Sieg im Widerstandskrieg gegen die Korga beschloß die Qing-Regierung im Jahre 1792, das Beamten-System für die tibetische Lokalregierung zu verbessern. Auf Befehl des Kaisers Qianlong arbeitete Fu Kangan, Kommandeur der in Tibet stationierten Truppen, einen Entwurf für die politische und religiöse Verwaltung in Tibet aus. Der achte Dalai Lama, Tampal Gyatso, und der siebte Panchen Lama, Tenpai Nyima, nahmen an dieser Arbeit teil und äußerten sich dazu folgendermaßen: ,,Wir warten den Entscheid des Kaisers ab und werden für immer in Übereinstimmung mit ihm handeln.“
 
1793 erließ die Qing-Regierung die bekannten 29 Artikel der Kaiserlichen Bestimmungen zur Behandlung der Nachwirkungen des kriegerischen Zwischenfalls in Tibet (kurz die ,,29 Artikel“ genannt), in denen die Besetzung von Ämtern, die Verwaltung, die auswärtigen Angelegenheiten, das Militär, das Finanzwesen und der Handel sowie die Reinkarnation der lebenden Buddhas in Tibet detailliert gergelt und durch Gesetze abgesichert wurden. Sie sind im historischen tibetischen Werk Der eiserne Tiger, Band der Qing-Dynastie zu finden und beziehen sich auf viele Bereiche der Verwaltung in Tibet. Der erste Artikel legt das System der Losziehung aus der goldenen Urne fest:
 
,,Was die Suche nach dem Seelenkind des lebenden Buddhas und Hotogtus betrifft, verlangen die Sitten und Gebräuche der Tibeter, dass die vier großen Religionsschützer befragt werden. Missstände sind so unvermeidlich. Um der Gelbmützen-Sekte zum Aufschwung zu verhelfen, schickt der Große Kaiser eine Goldurne und legt für die Prozesse künftiger Reinkarnationen fest: Zur Bestimmung der Reinkarnation werden die vier großen Religionsschützer eingeladen. Sie sollen die Elfenbeinlose mit den Namen und Geburtsdaten der Kandidaten in mandschurischer, chinesischer und tibetischer Schrift in die goldene Urne legen, hochgebildete Lebende Buddhas für das siebentägige Gebet auswählen und das Seelenkind unter Beaufsichtigung aller Hotogtus und Hochkommissare in Tibet vor der Sakyamuni-Statue im Jokhang-Kloster durch die Ziehung eines Loses aus der goldenen Urne offiziell bestimmen. Wenn es nur einen Kandidaten gibt, soll ein Elfenbeinlos mit seinem Namen in mandschurischer, chinesischer und tibetischer und auch ein Elfenbeinlos ohne Namen in die goldene Urne gelegt werden. Zieht man das Elfenbeinlos ohne Namen, kann das Seelenkind nicht bestimmt werden, und man soll noch weiter suchen. Der Dalai Lama und der Pauchen Erdini haben bei der Bestimmung ihres Seelenkindes ebenfalls Elfenbeinlose mit den Namen der Kandidaten in mandschurischer, chinesischer und tibetischer Schrift in die goldene Urne zu legen, als ob sie Vater und Sohn wären. Dadurch will der Große Kaiser der Gelbmützen-Sekte zum Aufstieg verhelfen und Betrug und Schummelei durch die Religionsschützer verhindern. Die goldene Urne wird vor der Statue Tsongkapas aufgestellt. Sie soll ständig gereinigt werden und man soll ihr regelmäßig Opfer darbringen.“

Daraus wird ersichtlich, dass in diesem Dokument die historische Herkunft des Systems der Losziehung aus der goldenen Urne liegt.

8. Schüsse im Jahr 1904

Tibets Eintritt in die Neuere Zeit erfolgte mit dem Widerstandskrieg gegen Großbritannien. In dieser Frage gehen die Ansichten in- und ausländischer Historiker nicht auseinander. 1888 entfesselte Großbritannien einen Aggressionskrieg gegen Tibet und zwang die Zentralregierung der Qing-Dynastie, den demütigenden Tibet-Indien-Vertrag aus der Konferenz von China und Großbritannien und einen Folgevertrag zu unterzeichnen, die die Souveränität Chinas stark beeinträchtigten.

Anfang 20. Jahrhundert gewann Großbritannien auf bestimmten Gebieten politische und wirtschaftliche Privilegien in Tibet. George Nathaniel Curzon, der britische Generalgouveneur für Indien, schrieb Briefe an den 13. Dalai Lama und versuchte, direkt mit der tibetischen Lokalregierung zu verhandeln, ohne die Zentralregierung der Qing-Dynastie zu berücksichtigen. Der Dalai Lama schickte die Briefe ungeöffnet an den Absender zurück und beschied ihm, dass die Lokalregierung Tibets nicht befugt sei, ohne Erlaubnis der Zentralregierung Kontakt mit dem Ausland aufzunehmen. Mit dieser Situation konfrontiert, entschloss sich Curzon, zu militärischen Mitteln zu greifen und einen Aggressionskrieg gegen Tibet zu starten.
 
1904 drangen erneut britische Truppen in Tibet ein. Im März erreichten 1000 tibetische Soldaten Qumixamgo und es kam zu einer militärischen Konfrontation zwischen den tibetischen und britischen Truppen. Der Führer der britischen Truppen griff zu einem Trick: Er rief die tibetische Seite zu Verhandlungen auf, ließ aber plötzlich das Feuer eröffnen. Innerhalb weniger Minuten kamm über 500 tibetische Soldaten ums Leben.
 
Die Greueltaten erzürnten die tibetischen Volksmassen, und am 9. April versetzten sie einer berittenen Truppe Großbritanniens einen schweren Schlag. Darauf stürmten die britischen Truppen, die inzwischen Verstärkung erhalten hatten, unter dem Schutz von Kanonen und Maschinengewehren Gyangze, einen Ort von strategischer Bedeutung. Die tibetishcen Soldaten und Milizen sowie Mönche aus der Umgebung verschanzten sich in Gyangze und führten einen heftigen Widerstandskrieg gegen die britischen Truppen. Weil die Briten die Wasserversorgung unterbrachen und das Munitionsdepot getroffen wurde, gelang es ihnen schließlich, die Festung einzunehmen. Der Widerstand der Tibeter gegen die Aggression Großbritanniens, der drei Monate dauerte, erlitt eine Niederlage.
 
Am 14. Juli führte MacDonald 4000 britische Soldaten auf einen Marsch von Gyangze nach Lhasa. Der 13. Dalai Lama veigerte sich, einen Vertrag mit dem Feind zu unterzeichnen und verließ im Schutz der Dunkelheit Lhasa. Am 3. August wurde Lhasa von den britischen Truppen besetzt.
 
Die tibetische Lokalregierung wurde gezwungen, die demütigenden Vereinbarungen mit der britischen Regierung im Vertrag von Lhasa zu unterzeichnen. Die wichtigsten Punkte waren: Tibet darf Gebiete an kein Land außer Großbritannien abtreten. Tibet untersteht dem Machtbereich Großbritanniens. Die tibetische Lokalregierung soll Reparationen zahlen. Alle Festungswerke auf dem Weg von Indien nach Gyangze und Lhasa sind zu schleifen. Yadong, Gyangze und Gartog sollen als Handelsstädte geöffnet werden. Die Zentralregierung der Qing-Dynastie soll den im Jahre 1890 abgeschlossenen Vertrag akzeptieren und die Grenzlinie zwischen Tibet und Sikkim festetzen. Die britischen Truppen dürfen in Yadong stationiert werden. Dieser Vertrag wurde von der chinesischen Zentralregierung nicht anerkannt und unterzeichnet und hatte deshalb keine Rechtskraft. Die britische Verwaltung in Indien bemühte sich, den Qing-Hof auf diplomatischem Weg zu zwingen, diesen Vertrag anzuerkennen. Im Jahre 1906 wurde er als Anhang in die Verlängerung des Tibet-Indien-Vertrags zwischen China und Großbritannien aufgenommen. Die Privilegien, die die britische Verwaltung in Indien in Tibet genoss, standen in enger Beziehung mit diesem Vertrag.
 
Dieser Abschnitt der Geschichte ist fast allen Tibetern bekannt. Die Einschusslöcher in der Festung in Gyangze, die sich gegen die Aggression Großbritanniens gestellt hatte, sind noch heute zu sehen. Diese demütigenden Ereignisse werden nie vergessen werden.

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