Fluesse und ihre Quellen
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Fluesse und ihre Quellen

Viele große Flüsse Asiens entspringen in hohen und schneebedeckten Gebirgen, die sich quer durch das Qinghai-Tibet-Hochplateau ziehen. Kleine Bäche vereinigen sich hier zu großen Strömen. Sie bewässern die Pflanzen in ihren Einzugsgebieten und bringen so diesen Regionen Vitalität. Nicht wenige Flüsse, die ihren Ursprung auf dem Qinghai-Tibet-Hochplateau haben, münden schließlich ins Meer. Anere Flüsse fließen verschiedenen Binnenseen zu. So gibt es auf dem Qinghai-Tibet-Hochplateau zwei Typen von Flüssen: Flüsse, die in den Ozean münden, und Binnenflüsse.
 
1. Flüsse, die ins Meer münden, und Binnenflüsse
 
Im Ost-, Süd- und Südostteil des Qinghai-Tibet-Hochplateaus befinden sich die Quellgebiete von mehreren Flüssen, die ins Meer münden. Dazu zählen der Tongtian (der Oberlauf des Yangtse, der größten Flusses Chinas), der Garmalhaiqu (der Oberlauf des Gelben Flusses, des zweitgrößten Flusses Chinas), der Senggezangbo (der Oberlauf des Indus), der Yarlungzangbo (der Oberlauf des Brahmaputra), der Nujiang (der Oberlauf des Salween) und der Lancangjiang (oberer Teil des Mekong). In Nordwesttibet gibt es viele saisonale Flüsse, die in der Regenzeit gewaltig anschwellen, während sie in der Trockenperiode sinken oder sogar austrocknen. Weitere Flüsse hier, die ihren Ursprung im schneebedeckten Gebirgsgebiet haben, fließen Binnenseen zu oder verschwinden in ausgetrockneten Seebecken.
 
Das Qinghai-Tibet-Hochplateau hat zwei Wasserscheiden zwischen den ins Meer mündenden Flüsse und den Binnenflüssen. Die eine verläuft vom Chomolungri-Gebirge in Westtibet, einem Ausläufer des Kangdese-Gebirges, über das Nganglungkangri-Gebirge bis zum Yalungselungri-Gebirge. Die andere führt in Süb-Nord-Richtung von Kangdese-Gebkirge über das Nyainqentanglha-Gebirge bis zum Tanggula-Gebirge.
 
Die Einzugsgebiete der Binnenflüsse des Qinghai-Tibet-Hochplateaus machen etwa 40% der Gesamtfläche dieses Hochlandes aus. Zwischen manchen Flüssen gibt es keine deutlich abgegrenzten Wasserscheiden. Der Grund liegt vor allem darin, dass die Gebirge sich erst in einer späten geologischen Ära beträchtlich gehoben haben.
 
Die Verteilung der Flüsse des Qinghai-Tibet-Hochplateaus steht mit dessen topographischer Lage in engem Zusammenhang. Dieses Hochland neigt sich vom Nordwesten nach Südosten, so dass die meisten Flüsse sich von Nordwesten oder Westen nach Südosten, Nordosten oder Süden mit Macht ihre Wege bahnen. Zugleich ist die Struktur des Flussnetzes des Qinghai-Tibet-Hochplateaus durch die geologische Struktur bedingt. Der Yarlungzangbo zum Beispiel, der in West-Ost-Richtung fließt, macht am Nangaparbat eine Kehre um 90 Grad und fließt dann nach Süden. Danach muss der Fluss sich im Zicksack seinen Weg durch die Bergwelt bahnen. Die Flüsse im Südosten des Qinghai-Tibet-Hochplateaus fließen in Süd-Ost-Richtung am Hengduan-Gebirge vorbei.
 
Zu den Flüssen, die auf dem Qinghai-Tibet-Hochplateau entspringen und ins Meer fliessen, gehoeren der Senggezangbo, der Yarlungzangbo, der Zayue, der Nujiang, der Lanchangjiang, der Goldsand-Fluss, der Yalongjiang, der Dadu, der Heihe und der Baihe. Der Goldsand-Fluss, der Lanchangjiang und der Nujiang fliessen parallel zueinander suedwaerts. Der Yalongjiang fliesst in den Goldsand-Fluss. Der Minjiang und der Dadu muenden in den Yangtse, der dem Ostchinesischen Meer zufliesst. Der Nujiang muendet ins Andaman-Meer des Indischen Ozeans. Der Yarlungzangbo und der Senggezangbo fliessen gleichfalls in den Indischen Ozean. Diese grossen Fluesse bilden mit ihren Nebenfluessen Flussnetze verschiedener Formen.
 
Zu den groessten Binnenfluessen des Qinghai-Tibet-Hochplateaus zählen der Za´gyazangbo, dessen 400 km langer Hauptstrom in den Serlingco-See mündet, der Pucangzangbo, der in den Dagze-See fließt, und der Jang´aizangbo, der in den Yi´bugca-See mündet, sowie der Conaizangbo und der Rabdozangbo. Die Binnenflüsse im niederschlagsarmen Inneren des Qinghai-Tibet-Hochplateaus sind kurz und haben jeweils nur eine kleine Durchflussmenge. Die meisten davon verschwinden in ausgetrockneten Seebecken.
 
2. Die Quellen der Flüsse des Qinghai-Tibet-Hochplateaus
 
Das Qinghai-Tibet-Hochplateau hat drei Typen von Flussquellen aufzuweisen: Quellen aus Niegerschlägen und Grundwasser, Quellen aus Niederschlägen, Schmelz-und Grundwasser sowie Quellen, die hauptsächlich mit Schmelzwasser versorgt werden.
 
Der obere und mittlere Teil des Nujiang, des Lancangjiang und des Goldsand-Flusses sowie ihre Nebenflüsse werden vor allem von Niederschlägen gespeist. Zwischen den Durchflussmengen dieser Flüsse während der Regenzeit und der Trockenperiode bestehen gewatige Unterschiede. Der Nujiang zum Beispiel hat im Winter nur 6% und im Sommer mehr als 60% der gesamten Durchflussmenge des ganzen Jahres. Dieser Fluss führt jährlich beim plötzlichen Ausbruch der Regenzeit Hochwasser. Schlammströme stürzen dann tosend ins Tal.
 
Flüsse, die mit Schmelzwasser versorgt werden, nehmen während der Trockenperiode Wasser auf, das von Gebirgsgletschern und schneebedeckten Hochgebirgen herabfließt, die Unterschiede zwischen den Durchflussmengen dieser Flüsse während der Regenzeit und der Trockenperiode ist nur gering. Andere Flüsse werden mit Regen-, Schmelz-und Grundwasser versorgt. Der Yarlungzangbo ist ein typisches Beispiel dafür. Diese Flüsse, die mit reichlich Regenwasser versorgt sind, haben jeweils eine große Durchflussmenge. Mit der Regenzeit kommt die Hochwassersaison, und zur gleichen Zeit taut es. Nun erhöht sich der Wasserstand beträchtlich. Im Winter und im Frühling haben diese Flüsse jedoch relativ wenig Zufluss, doch sie bekommen Grundwasser, und daher sinkt ihr Wasserstand nicht augenfällig.
 
Die Flüsse des Qinghai-Tibet-Hochplateaus steigen im April oder Mai an. Vom Juli bis zum August erreichen sie den höchsten Wasserstand. Dann sinken sie nach und nach. Die Hochwassersaison zieht sich vom Juni bis zum September hin. Die Durchflussmengen dieser Flüsse machen während dieser Zeit 60% der gesamten Durcflussmengen des ganzen Jahres aus. Im Juli bzw. August haben die Flüsse ihre größten Durchflussmengen, nämlich 25% der Durchflussmengen des ganzen Jahres. Vom November bis zum April ist die Trockenperiode. Die durchschnittliche Monatsdurchflussmenge dieser Flüsse ist in diesem Zeitraum weniger als 5% ihrer Durchflussmenge des ganzen Jahres. Die durchschnittliche Durchflussmenge im Februar beträgt nur 1% bis 2% der Durchflussmenge des ganzen Jahres. Von April bis Juni ist die Saatzeit auf dem Qinghai-Tibet-Hochplateau. Für das Keimen und Wachsen braucht das Getreide dann in kurzer Zeit viel Wasser, doch das Wasser der Flüsse reicht dafür nicht aus. Zur Lösung dieses Problems muss man Wasser in der Regenzeit speichern, um es den Feldern in der Trockenperiode zuleten zu können.
 
Die Unterschiede zwischen den Durchflussmengen der Flüsse Tibets in der Regenzeit und der Trockenperiode sind je nach Region verschieden. Die Flüsse in den Talniederungen Südosttibets haben im Sommer mehr als 80% der Durchflussmenge des ganzen Jahres. Im Frühling sind weniger als 10% der Jahresdurchflussmenge zu verzeichnen. Der Fluss Zayü steigt und fällt sogar dreimal im Jahr. Auch je nach der topographischen Lage unterscheiden sich die Durchflussmengen der Flüsse des Qinghai-Tibet-Hochplateaus beträchtlich. Das Einzugsgebiet des Yarlungzangbo liegt zum größten Teil im Regenschatten am nördlichen Fuß des Himalaya. Die Niederschläge nehmen mit der Höhe ab. Die Qiangtang-Hochebene ist von Bergen eingeschlossen, wodurch das Hineinströmen feuchter Luft aufgehalten wird. Nach den unterschiedlichen Jahresdurchflussmengen der Flüsse und den Naturbedingungen Tibets ist dieses Gebiet in vier Flussnetzzonen eingeteilt: Die wasserreiche Zone Südosttibets, die an Wasserressourcen reiche Zone Osttibets, die Übergangszone Nagqu und die wasserarme Zone der Qiangtang-Hochebene.
 
Die Flüsse Tibets, die in den Ozean münden, führen mehr als 300 Milliarden m3 Wasser, 12% der gesamten Wassermengen der Flüsse des ganzen Landes. Die tibetischen Flüsse bergen enorme Wasserenergie, mit der jährlich 200 Millionen kW Elektrizität erzeugt werden könnten. Das sind 30% der Elektrizität des ganzen Landes. Die Erschließung der Wasserenergie Tibets ist somit ein wichtiger Weg zur Lösung der Brennstoff-und Energieversorgung dieses Gebietes. Ferner liefern die Flüsse Tibets Süßwasser guter Qualität, sind also ideal für die Bewässerung des Ackerlandes.
 
3. Zahlreiche Stromschnellen und Schluchten
 
Die Flüsse des Qinghai-Tibet-Hochplateaus sind geprägt von der besonderen geologischen Struktur des Landes. Flüsse, die das Flachland durchfließen, haben am Oberlauf Stromschnellen und spülen mit großer Wucht Ufer aus, während sie am Unterlauf langsam dahinfließen und sich mit Seen verbinden. Hier gabeln sie sich in verschiedene Läufe, ihre Flussbetten verbreitern sich und es entstehen zahlreiche Sandbänke. Unter dem starken Einfluss der Gebirgsbildung wurden die Flüsse des Qinghai-Tibet-Hochplateaus eigenartig geformt. Diese Fluesse waren schon recht alt, als das Qinghai-Tibet-Gebiet sich zu einem Hochland hob, worauf die Art ihrer Krümmung, Gabelung und Verbreiterung hinweist. Das Qinghai-Tibet-Hochplateau hob sich rasch, bevor die reißende Strömung der Flüsse die Täler stark spülte und tief durchschnitt. Die alten Flussbetten blieben unverändert, doch die Flüsse am Rand des Hochplateaus schnitten sich an ihren Unterläufen tief ein, so dass hier steile Schluchten entstanden. Kleine und grosse Fluesse am Rand dieses Hochlandes bahnen sich ihren Weg durch ein Tal nach dem anderen. So entstanden hier viele Stromschnellen. Reißende Ströme stürzen tosend herab. Viele Orte an den Ufern sind nach den Stromschnellen benannt, z. B. Leigontan (Stromschnelle des Donnergottes) und Dadieschui (Starkes Gefälle).
 
Die Schlucht an der Großen Biegung des Yarlungzangbo ist für ihre majestätischen und schroffen Felswände und ihre ungeheure Tiefe bekannt. Von oben sieht der Yarlungzangbo hier wie ein feiner Faden aus. Auf der linken Seite der Großen Biegung steht der 715 Meter hohe Gyalhabailü-Berg, und auf der rechten Seite erhebt sich der Nangaparbat bis zu 7782 Metern. Die Entfernung zwischen dem Nangaparbat und dem Yarlungzangbo beträgt 40 km. Mit einer senkrechten Höhe von 7000 Metern gehört die Schlucht an der Großen Biegung zu den tiefsten Schluchten der Welt. Sie ist voll von Untiefen, Riffen und reißenden Strudeln und deshalb unbefahrbar. Mancherorts hat der Fluss pro Kilometer ein Gefälle von menr als 10 Metern. Vor einigen Jahren gelang es chinesischen Wissenschaftlern, eine Expedition durch diese Schlucht zu unternehmen. Ihre Forschungsergebnisse zeigen, dass es sich um die groesste Schlucht der Welt handelt.
 
4. Der Yarlungzangbo
 
In der alten tibetischen Sprache bedeutet Yarlungzangbo ,,das vom höchsten Berg herabstürzende Wasser“. Dieser Fluss beginnt am nördlichen Fuß des Himalaya, an der Grenze zwischen den Bezirken Xigaze und Ngari. Tosend wälzt sich der Yarlungzangbo in West-Ost-Richtung durch eine schmale und lange Schlucht zwischen dem Kangdese-Gebirge und dem Himalaya vorwärts. Bevor er die Region zwischen Mailing und Bome erreicht, hat er viele Täler und Ebenen hinter sich gelassen und sich mit verschiedenen Nebenflüssen vereinigt. Am Nangaparbat im Osten des Himalaya biegt er ab und fließt nun südwärts über Baxika nach Indien. In Indien heißt er Brahmaputra. Mit einer Länge von 2091 km (in China) ist der Yarlungzangbo der fünftgrößte Fluss Chinas. Sein Einzugsgebiet (in China) betägt 238 000 k㎡. Drei Viertel dieses Flusses befinden sich in einer Höhe von über 3000 Metern. Er ist damit der höchstgelegene Fluss der Welt. Der Oberlauf des Yarlungzangbo ist der Fluss Damqogzangbo in Legze. Er hat zwei Quellen: Die eine ist der Fluss Gyaimayamzong, der am gleichnamigen Gletscher entspringt, die andere ist der Kurbizangbo, der am Asejiaggog-Gletscher beginnt. Zur Frage, welcher der beiden Flüsse die hauptsächliche Quelle ist, gibt es verschieden Ansichten. Die Ergebnisse der letzten wissenschaftlichen Expedition deuten darauf hin, dass der Gyaimayamzong die Hauptquelle des Yarlungzangbo ist. Das Wort Gyaimayamzong stammt aus der tibetischen Sprache und bedeutet ,,w-förmiger Moränenhügel“. Über das Quellgebiet des Gyaimayamzong-Flusses ist viel Moränenschutt verstreut, der mit dem Rückgang des Gletschers entstand. Durch wiederholte Vorwärtsbewegungen und Rückgänge des Gletschers bildeten sich im Quellgebiet ferner zahlreiche Moränenseen, die am Fluss nebeneinander liegen. Entlang dem 35 km langen Flusslauf im Quellgebiet sind nicht weniger als 14 Moränenseen zu finden. Der Oberlauf des Yarlungzangbo westlich von Zhongba liegt in einer Höhe von 4600 bis 4800 Metern. Der Fluss gabelt sich hier in verschiedene Teile, an denen viele Moore und Seen entstanden sind. Hier befinden sich während des Sommers fette Weiden. Am Mittellauf zwischen Zhongba und Paiqu liegen schmale und breite Tälar gleich einer Perlenkette aneinander. Manche sind nur 100 bis 300 Meter breit, wobei die Wasserfläche weniger als 100 Meter misst. Von den Ufern ragen hohe Berge steil empor. Andere Flusstäler haben jeweils die Breite von 5000 bis 6000 Metern. Die Wasserfläche hier ist normalerweise 1000 bis 2000 Meter breit. Der Yarlungzangbo hat hier ein breites Flussbett und seichtes Wasser. Überall sind Sandbänke und Untiefen zu sehen. In der Regenzeit verbreitert sich die Wasserfläche des Flusses um das Drei-bis Vierfache. Der Yarlungzongbo nimmt an seinem Mittellauf einige wasserreiche Nebenflüsse auf, und zwischen diesen liegen weit Ebenen. Das alles ist für die Bewässerung von Feldern und für die Mechanisierung der Landwirtschaft sehr vorteilhaft. Dieses Einzugsgebiet ist die Kornkammer des Tibet-Hochlandes. Der Unterlauf des Yarlungzangbo in China liegt zwischen Paiqu und Baxika. Die Höhenlage der Talsohlen sinkt hier von 2800 Metern bis auf 155 Meter über dem Meeresspiegel, und die relative Tiefe der durchschnittenen Täler beträgt 2000 bis 4000 Meter. Zu beiden Seiten der Großen Schlucht am Unterlauf des Yarlungzangbo stehen Berge aneinander. Von den Berggipfeln aus betrachtet, sieht der hinabstürzende Fluss wie ein feiner, in eine schmale Felsspalte eingelegter Faden aus. 1998 unternahmen chinesische Wissenschaftler die erste Expedition durch die Große Schlucht des Yarlungzangbo. Die Schlucht birgt reiche Reserven an Wasserenergie. Experten beziffern sie auf 68,80 Millionen kW, das sind 69%der gesamten Wasserkraftreserven des Yarlungzangbo.
 
14 Nebenflüsse des Yarlungzangbo haben jeweils eine Länge von mehr als 100 km. Die wichtigsten davon sind der Dogxungzangbo, der Lhasa, der Nyangqu, der Parlungzangbo und der Nyangqu. 5 dieser 14 Nebenflüsse liegen an der südlichen Seite des Yarlungzangbo, die anderen fließen vom Norden her dem Hauptstrom zu. 70% des ganzen Einzugsgebietes des Yarlungzangbo liegen an den nördlichen Nebenflüssen. Die durchschnittliche Breite der Einzugsgebiete dieser Nebenfluesse beträgt 85 km. Die breiteste Stelle misst 240 km. Mit einer durchschnittlichen Breite von 37 km machen die Einzugsgebiete der südlichen Nebenflüsse 30% des ganzen Einzugsgebiete des Yarlungzangbo aus. Die engste Stelle misst in der Breite weniger als 10 km. Der Grund für die ungleichmäßige Verteilung dieser Flüsse liegt darin, dass das Qinghai-Tibet-Hochplateau sich während der Gebirgsbildung gewaltig hob. Der Fluss Lhasa hat von diesen Nebenflüssen das größte Einzugsgebiet, das 17,6% der Gesamtfläche des Yarlungzangbo-Einzugsgebietes ausmacht. Der Parlungzangbo hat eine durchschnittliche Jahresdurchflussmenge von 986,2 M2 pro Sekunde, das sind 23% der durchschnittlichen Jahresdurchflussmenge des ganzen Yarlungzangbo-Einzugsgebietes.
 
5. Der gewundene Goldsand-Fluss mit vielen Stromschnellen
 
Der Goldsand-Fluss ist der obere Teil des Yangtse. Mit einer Gesamtlänge von 6300 km ist der Yangtse nach dem Amazonas und dem Nil der drittgrößte Fluss der Welt. Zahlreiche Flüsse fließen dem Yangtse zu. Sein Einzugsgebiet hat eine Fläche von mehr als 1,8 Millionen k㎡. Pro Jahr bringt der Yangtse etwa 1000 Milliarden m3 Wasser ins Meer.
 
Der Ursprung des Yangtse war lange Zeit hindurch ungeklärt. In den siebziger Jahren unternahm man zwei Expeditionen, um den Ursprung des Yangtse festzustellen. Im Quellgebiet stieß man auf fünf Flüsse (den Qumar, den Tuotuo, den Garqu, den Buqu und den Damqu). Aus den Forschungsergebnissen wurde dann die Schlußfolgerung gezogen, dass der Yangtse drei Quellen hat: Der Tuotuo ist die westliche Quelle, der Damqu die südliche Quelle und der Qumar die nördliche Quelle.

Der Fluss zwischen dem Tuotuo und dem Gebiet Yushu heißt Tongtian, und der Goldsand-Fluss beginnt am Tongtian und endet in Yibin, Provinz Sichuan. Mit einer Gesamtlänge von 2300 km windet sich der Goldsand-Fluss durch die Provinz Sichuan, das Autonome Gebiet Tibet und die Provinz Yunnan. Die Fläche seines Einzugsgebietes beträgt 340 000 k㎡. Aus dem Goldsand-Fluss wurde früher Gold gewonnen - daher der Name. In alten Zeiten nannte man diesen Fluss Lishui (schöner Fluss). Der Goldsand-Fluss ist hoch gelegen und hat mehrere gewundene, schmale, tiefe und steile Schluchten. Gleich einer scharfen Axt durchschneidet der Fluss abfallende Bergtäler an der Grenze zwischen Tibet und der Provinz Sichuan. Von den Ufern ragen der Qor-, der Sharluli-, der Darmala- und der Ningjing-Berg hoch auf. Mit einer Höhe von 5000 bis mehr als 6000 Metern sind diese Berge das ganze Jahr hindurch mit Schnee bedeckt. Auch befinden sich hier verschiedene Gletscher. Die Schluchten wurden vom Goldsandfluss so stark durchschnitten, dass sie 100 bis 200 Meter breit und etwa 1500 Meter tief sind. Tobend wälzt sich der Fluss zwischen steilen Felswänden vorwärts - ein herrlicher Anblick.
 
Der Goldsand-Fluss, der Lancangjiang und der Nujiang fließen über 270 km parallel an der Grenze zwischen Sichuan und Tibet entlang. Die kleinste Entfernung zwischen ihnen beträgt weniger als 100 km. Hohe Berge an den beiden Ufern behindern den Verkehr zwischen dem Westen und dem Osten. In der Nähe der Ortschaft Shigu biegt der Goldsand-Fluss jäh um mehr als 100 Grad nach Norden ab. Das ist die erste Große Biegung des langen Yangtse. Nach einer weiteren Kurve fließt der Goldsand-Fluss ostwärts. Gleich einem silbernen Drachen windet er sich durch dicht aneinander stehende Berge.
 
Durch starke Gebirgsbildung hat sich die geologische Struktur des Einzugsgebiets des Goldsand-Flusses verändert. Hier kommt es häufig zu Bergstürzen, und es gibt viele Stromschnellen, Felsenriffe und-spalten. Zwischen Benzilan und Yibin hat man nicht weniger als 780 Stromschnellen gezählt, 112 davon sind sehr groß. Bergstürze haben oft schlimme Folgen, weil der Fluss dann leicht vom Schlammstrom versperrt wird.
 
Mit einer großen Durchflussmenge und einem starken Gefälle strömt der Goldsand-Fluss reißend durch das Hengduan-Gebirge. Zwischen Yushu und Shigu beträgt das Gefälle mehr als 2000 Meter. Das bedeutet, dass der Fluss enorme Wasserkrafreserven enthält. Sie werden auf 100 Millionen kW beziffert. Die Erschließung dieser Ressourcen kann die wirtschaftliche Entwicklung kräftig voran bringen. In der Trockenperiode behindern zahlreiche Felsenriffe die Schiffahrt, und in der Regenzeit erhöht sich die Stromgeschwindigkeit bis zu mehr als einem Dutzend Metern pro Sekunde. Dabei bilden sich 2 bis 3 Meter tiefe Strudel.

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